Gefahren durch elektrischen Strom bei extrakorporaler Zirkulation
K. E. Tomsic…………………………………….. 116
Automatisches Bluttransfusionssystem mit Mikroprozessor
S. Pomer…………………………………………………………………………………………….118
Pulsatile Kreislaufunterstützung mit der Herz-Lungen-Maschine
Hinweise für den Betrieb mit Pulsationsgeräten
A. Reidiger, O. Reif………………………………………………………………….
121
Kontrolle des Heparinspiegels während des extrakorporalen
Kreislaufes mit der Hämochronmethode
W. Saggau, H. H. Storch, A. Tanzeem………………………………..
126
Autotransfusion des mediastinalen Drainageblutes nach
herzchirurgischen Eingriffen
J. Weniger, J. v. d. Emde, G. Sommerfeldt, P. Becker,
G. Schneider……………………………………………………………….
131
Operative Behandlung von Aortenklappenfehlern
– Fortbildung –
R. W. Hacker……………………………………………………………………………………….140
Mitgliederinformationen – Veranstaltungen –
Literaturhinweise – Leserbriefe…………………………………………………….146-148
Erscheinen: dreimal jährlich zum April/August/Dezember.
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Freie Mitarbeiter: Hermann Elbert, Aschaffenburg; Herbert Bock,
Göttingen.

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Referat
103
Aus dem Institut für Anaesthesiologie der Universität Erlangen-Nürnberg
(Direktor: Professor Dr. med. E. Rügheimer)
Zur Druckmessung in der operativen Medizin
Th. Pasch
Die Messung des arteriellen Blutdrucks hat in der
gesamten Medizin seit dem letzten Jahrhundert eine
herausragende Bedeutung, weil es ein leicht anwendba­
res und recht zuverlässiges indirektes Verfahren zur
unblutigen Ermittlung von systolischem und diastoli­
schem Blutdruck gibt. Darüber hinaus wird jedoch auch
die direkte Messung des Blutdrucks mit Kathetersyste­
men und mechano-elektrischen Druckwandlern in den
letzten Jahrzehnten zunehmend durchgeführt. Dies gilt
nicht nur für die experimentelle Forschung im Labor,
sondern auch für die Diagnostik, besonders in der
Kardiologie, für die intraoperative Registrierung bei
kardio-, neuro- und gefäßchirurgischen Patienten und
für die Überwachung im intensivmedizinischen Bereich.
In diesem Artikel sollen die wichtigsten Grundlagen der
unblutigen und der direkten Registrierung von Druck­
phänomenen im Kreislauf dargestellt werden.
Physikalische und physiologische Grundlagen
Der Blutkreislauf kann beschrieben werden als ein in sich
zurückführendes System elastischer Leitungsröhren, in
dem durch zwei rhythmisch arbeitende Pumpen, die
beiden Herzventrikel, im Zusammenwirken mit den als
Ventilen fungierenden Herzklappen eine gerichtete Flüs-
NIEDERDRUCK-SYSTEM
5 mmHg
22-5 mmHg
ARTERIELL-SYSTEM
RE VORHOF
RE VENTRIKEL
PULMONAL-ARTERIE 22-10mmHg
LI VORHOF
8 mmHg
LI VENTRIKEL
120-8 mmHg
AORTA
120-80 mmHg
Abb. 1 Überblick über die Druckverhältnisse in den verschiedenen
Abschnitten des Kreislaufes. Unten:
Verteilung des Blutvolumens in Prozent der Gesamtmenge. Aus Gaiur
(1972).
707.
157.
|
157.
VERTEILUNG DES BLUTVOLUMENS
sigkeitsströmung erzeugt und aufrechterhalten wird. Da
die beiden Ventrikel das Blut intermittierend in die
Aorta bzw. in die A. pulmonalis auswerfen, wirken sie als
rhythmisch arbeitende Druckgeneratoren. Zusammen
mit den Widerständen und Kapazitäten des Gefäßsy­
stems entstehen so für die einzelnen Kreislaufabschnitte,
besonders die arteriellen, typische örtliche und zeitliche
Variationen des Drucks im Gefäßsystem. Charakteri­
stisch ist, daß der Druck in den arteriellen Anteilen des
Körper- und Lungenkreislaufs pulsierend ist und daß er
aufgrund des Widerstandes, den die Gefäße darstellen,
mit zunehmender Entfernung von der Pumpe, das heißt
dem Ventrikel, immer mehr abnimmt. In Abb. 1 ist
zusammenfassend dar