Kardioplegie, Blutkardioplegie und die Histopathologie von Myokardbiopsien
F. Beyersdorf, C. J. Preuße, Ph. A. Schnabel
Wiedererwärmung mit Hilfe der EKZ bei einem einjährigen Kind nach Fastertrinken
G. Kleikamp, W. Dramburg, H. Posival, H. Knobl, W. Matthies, H. Meyer, R. Kotier
Internet-Server für die Kardiotechnik an der Fachhochschule Aachen/Jülich
S. Traud, C. Gottschling, J. Haas, K.-H. Gatzweiler, H.-J. Weber
ISSN 0941-2670
Abtauchen
Ist Nicht Unsere Sache…
Fall einen zuverlässigen Partner im
OP. Bei jeder Perfusionsaufgabe.
VERTRAUEN ENTSCHEIDET
STOCKERT
INSTRUMENTE GMBH
IMPRESSUM
Herausgeber
Deutsche Gesellschaft
fur Kardiotechnik e. V
c/o Gerhard Lauterbach,
Herderstraße 67, 50931 Köln
Redaktion
Harald Keller, Frankfurt/M.
Krzysztof Klak, Bochum
Stefan Meyer, Köln (Ltd. Redakteur)
Ruth Schewior, Regensburg
Dr. Ulrich Wolfhard, Essen
Wissenschaftlicher Beirat
Dr. M. Beyer, Ulm
Prof. Dr. F. Beyersdorf, Freiburg
PD Dr. N. Doetsch, Nürnberg
Dr. M. Günnicker, Essen
Prof. R. Körfer, Bad Oeynhausen
Prof. A. Laczkovics, Bochum
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Prof. H. Sebold, Tübingen
Anschrift für Autoren bzw. Fachbeiträge
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[Ö71KARDIOTECHNIK
—Perfusion • Monitoring • Organprotektion •
____________ Medizinische Informatik • Elektrostimulation
Offizielles Organ der Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik e. V.
The Official Publication Organ of the German Society for Cardiovascular Engineering
5. Jahrgang
Heft 3/1996
ISSN 0941-2670
Titelbild
Sorin Biomedica Deutschland AG, Puchheim
„Montgolfiere: Sorin“
von Regine Kalmar
r. 1
‚
Inhalt
Seite
Editorial………………………………………………………………………. . ……………………… . ……..
Neue Möglichkeiten zur Einsparung homologer Blutprodukte
T. Rosolski, J Altmeppen……………………………………………………………………………………………………………
Kardioplegie, Blutkardioplegie und die Histopathologie
von Myokardbiopsien
F Beyersdorf, C. J. Preuße, Ph. A. Schnabel……………………………………………………………………………….
Wiedererwärmung mit Hilfe der Extrakorporalen Zirkulation
bei einem einjährigen Kind nach Fastertrinken
G. Kletkamp, W Dramburg, H. Posival, H. Knobl, W. Matthies, H. Meyer, R. Körfer ………………….
Bücherjournal ………………………………………………………………………………………………..
Das Klinikportrait
Deutsches Herzzentrum München (DHM)……………………………………………………………
Internet-Server für die Kardiotechnik an der Fachhochschule Aachen/Jülich
S. Traud, C. Gottschling, J. Haas, K.-H. Gatzweiler, H.-J. Weber………………………………………………..
Aktuell: Kardiotechnik am Scheideweg?……………………………………………………………..
Journal-Club…………………………………………………………………………………………………..
Neues aus der Industrie …………………………………………………………………………………..
Kongreßnotizen ………………………………………………………………………………………………
Vignetten aus der Geschichte der Kardiologie, Folgen 9 und 10
H. Mannebach…………………………………………………………………………………………………………………………..
Das Portrait
HAEMONETICS ……………………………………………………………………………………………..
Mitteilungen der DGfK …………………………………………………………………………………..
Kongreßtermine………………………………………………………………………………………………
Stellenanzeigen………………………………………………………………………………………………..
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VII
Heft 4/96
Heft 1/97
Erscheinungstermin
2. 12. 1996
Erscheinungstermin
4. 2.1997
Einsendeschluß für
Einsendeschluß für
• redaktionelle Beiträge
20. 9. 1996
• redaktionelle Beiträge
12. 12. 1996
• Anzeigenaufträge
1. 11. 1996
• Anzeigenaufträge
8. 1. 1997
67
Die KARDIOTECHNIK wird auf chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt
Editorial
wie in den Verbandsmitteilungen der letzten
Ausgabe schon zu lesen war, habe ich seit
März 1996 die Redaktionsleitung der Zeit
schrift KARDIOTECHNIK übernommen. An
dieser Stelle nochmals vielen Dank an Herrn
Weitkemper für seine wertvollen Dienste, die
er in den letzten Jahren für die Zeitung gelei
stet hat.
Ich möchte die Gelegenheit nutzen, mich per
sönlich vorzustellen. Nach meiner Ausbil
dung zum Krankenpfleger habe ich an der
FH-Jülich Biomedizinische Technik studiert
und mit der Prüfung zum Dipl-Ing. abge
schlossen. Der Fachbereich Biomedizinische
Technik beinhaltet heute den Schwerpunkt
Kardiotechnik, der sich nur im Hauptstudium
von den anderen Schwerpunkten unterschei
det.
Seit fast 2 Jahren arbeite ich nun in der Uni
klinik Köln als Kardiotechniker unter der Lei
tung von Herrn Lauterbach. Neben den viel
fachen Tätigkeiten in unserer Abteilung habe
ich die Herausforderung angenommen, den
redaktionellen Teil dieser Zeitung zu leiten.
Um dies noch kurz zu erwähnen: Die Redak
tionsmitglieder arbeiten alle ehrenamtlich.
Mein Anliegen für die Zukunft ist, den Fort
bildungscharakter der Zeitung zu vertiefen
und das Niveau und die Aktualität der Fach
beiträge noch weiter zu steigern. Die Zeitung
gilt als Fortbildungsorgan des Verbandes.
Durch Fachbeiträge von Experten wird so die
Gelegenheit geboten, immer wieder auf dem
neusten Wissensstand der Technik und der
Medizin zu bleiben. Dabei ist es der Wunsch
aller Redaktionsmitglieder, daß vor allem
Kardiotechniker durch Fachartikel und Case
Reports einen großen Beitrag für die Zeitung
leisten. Besonders Case Reports ermöglichen
einen Erfahrungsaustausch, bei dem jedem,
und vor allem Neulingen, verschiedene Her
angehensweisen an spezielle Problematiken
und Situationen vorgestellt werden.
Es ist natürlich auch unser Wunsch, den Ab
solventen der Akademie für Kardiotechnik
Berlin sowie den Studenten des Schwerpunk
tes Kardiotechnik der FH-Jülich ein Forum
für Veröffentlichungen zu bieten.
Ein Projekt der FH-Jülich, das auch in dieser
Zeitung vorgestellt wird, ist zur Zeit im Auf
bau: der Anschluß ans Internet. Das Internet
bietet die einzigartige Möglichkeit, mit den
verschiedensten Menschen und Fachgebieten
auf der ganzen Welt über das Telefonnetz zu
kommunizieren und Informationen auszutau
schen. Speziell für Kardiotechniker hat die
FH-Jülich einige dieser Dienste auf ihrer
Homepage vorbereitet. Für die Zukunft ist ge
plant, Informationen über den Verband und
die Zeitung auf einer Seite, die sich hinter
dem Verbands-Logo verbirgt, anzubieten.
Diese Seite wird dann aber von der Redaktion
selbst gestaltet. Wir werden darüber frühzeitig
informieren.
Obwohl das Internet auch umstritten ist, ha
ben wir uns entschlossen, die positiven Mög
lichkeiten zu nutzen, und sind dankbar für je
de Anregung und aktive Beteiligung an die
sem Projekt – auch Kritik ist willkommen.
Weitere interessante Artikel in der vorliegen
den Ausgabe sind: ein Artikel von T. Rosolski
über „Neue Möglichkeiten zur Einsparung
homologer Blutprodukte“, ein Beitrag über
„Kardioplegie, Blutkardioplegie und die hi
stologische Beurteilung des Herzmuskelge
webes“ von C. J. Preuße, F. Beyersdorf und
Ph. A. Schnabel, der im Rahmen der Kardio-
technikertagung bei der Dr. F. Köhler Chemie
entstand, eine Case-report von G. Kleikamp
über „Wiedererwärmung mit Hilfe der EKZ
nach Fastertrinken“ und eine weitere Folge
der „Vignetten aus der Geschichte der Kar
diologie“ von H. Mannebach.
Ich hoffe, auch Ihr Interesse ist geweckt, und
wünsche viel Spaß beim Lesen.
Stefan Meyer
Ltd. Redakteur
68
KARDIOTECHNIK 3/96
Servicekarte KARDIOTECHNIK
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Bitte senden Sie mir eine Beitrittserklärung.
4.
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Ich möchte einen Fachbeitrag veröffentlichen.
5.
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Datum
Unterschrift
* Diese Bestellung kann schriftlich innerhalb einer Woche durch Mitteilung an den Verlag widerrufen werden.
3/96
Die rechtzeitige Absendung des Widerrufs genügt.
… nicht nur im Bereich
der Herzunterstützung.
Ihre medizinische bzw. perfusionstechnische
Erfahrung im Bereich der extra-korporalen
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technik
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Medizintechnik GmbH Telefax 02402/9664-60
T. Rosolski, J Altmeppen*
Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie
und Intensivmedizin,
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald
(Direktor: Prof Dr. med. M. Wendt)
* Klinik für Anästhesiologie
Klinikum der Universität Regensburg
(Direktor: Prof. Dr. med. K. Taeger)
Neue Möglichkeiten
zur Einsparung
homologer Blutprodukte
Intraoperative Blutseparation /
Autologes „Plättchen-Gel“
Zusammenfassung
Die Weiterentwicklung der Autotransfusi
onsgeräte ermöglicht inzwischen die Blut
komponentenseparation. Wenig bekannt ist
hierbei im Moment noch die Gewinnung
von plättchenreichem Plasma.
Neue Untersuchungen haben gezeigt, daß
aus diesem plättchenreichen Plasma ein
Plättchen-Gel hergestellt werden kann.
Dieses Plättchen-Gel eröffnet neue Per
spektiven in den Bereichen Wundheilung,
Wundverschluß und damit auch in der Re
duzierung des postoperativen Blutverlu
stes.
Schlüsselwörter
Plättchenreiches Plasma, PRP-Gel, Blutkom
ponentenseparation, postoperativer Blutver
lust.
Summary
Due to the further development of the auto
transfusion machines, it is now possible to se
parate blood components. However, the fact
that it is possible to obtain platelet-rich plas
ma during this process is not well-known.
Latest research results have shown that it is
possible to obtain PRP Gel from this platelet
rich plasma. This PRP Gel presents new per
spectives with regard of wound healing,
wound closing, and also, therefore, in reduc
tion of postoperative blood loss.
Key Words
PRP Gel, platelet-rich Plasma, blood compo
nent sequestration, postoperative blood loss.
Einleitung
Die Gabe von homologen Blutprodukten ist
mit einer Reihe von Transfusionsrisiken ver
bunden [8,25], Es werden deshalb gegenwär
tig verschiedene Konzepte fremdblutsparen
der Verfahren angewendet. Die Eigenblut
spende mit der Auftrennung in Erythrozyten
konzentrat und Plasma sowie die Plasmaphe
rese gehören zu den immer häufiger genutz
ten präoperativen Möglichkeiten. Die iso-
volämische Hämodilution und die intra- und
postoperative maschinelle Autotransfusion
sind weitere Verfahren, die dazu beitragen,
den Bedarf an homologen Blutprodukten zu
verringern [1,2,3,10,17,24,27,28],
Neben der Bereitstellung von Erythrozyten,
zur Sicherung der Sauerstofftransportkapa
zität, ist die Aufrechterhaltung der Gerinnung
von besonderer Bedeutung [9]. Die plasmati-
sche Hämostase kann durch die Gabe von au
tologem fresh frozen Plasma beeinflußt wer
den.
Schwieriger ist es innerhalb solcher Kon
zepte, die Thrombozytenzahl und deren
Funktion sicherzustellen. Die präoperative
Plasmapherese ist in erster Linie eine Me
thode zur Gewinnung von plasmatischen
Eiweißen und Faktoren. Die Anzahl der
Thrombozyten im fresh frozen Plasma soll
te dabei aus Qualitätsgründen nicht zu hoch
sein, um die unerwünschte Kontamination
mit durch den Gefriervorgang zerstörten
Thrombozyten gering zu halten. In dem
durch Plasmapherese gewonnenen Plasma
liegt die Thrombozytenzahl jedoch höher
als in dem von den Blutbanken zur Verfü
gung gestellten homologen fresh frozen
Plasma. Auf Grund der kurzen Lebensdau
er der Plättchen hat sich unter anderem eine
präoperative autologe Thrombozytenge
winnung in der alltäglichen Praxis nicht
durchgesetzt.
Die bei der isovolämischen Hämodilution
gewonnenen Thrombozyten sind dagegen
aus gerinnungsphysiologischer Sicht von
hoher Qualität [5], Eine Einheit autologes
Frischblut ist hinsichtlich der Thrombo
zytenzahl und