Einführung eines Qualitätsmanagementsystems in einer kardiotechnischen Abteilung
M. Buddensiek, D. Buchwald, G Treier, A. Laczkovics
ISSN 0941-2670

STATE-OF-THE-ART OXYGENATION
D903 Avant
Der Fortschritt
Bei Membran
Oxygenatoren
Kann ein Oxygenator intuitiv
wirken?
Die Antwort ist Avant.
Der Avant erklärt sich auf den
ersten Blick von selbst.
Jede Rundung, jeder Anschluß,
jedes einzigartige Merkmal
befindet sich genau dort, wo
Sie es erwarten.
D903 Avant: Entwickelt in der
Weitsicht seiner Bestimmung –
einzig zur Perfusion.
dideco
I we Take Research to Heart

KARDIOTECHNIK
German Journal of Perfusion
Offizielles Organ der Deutschen Gesellschaft für Kardiotechnik e.V.
The Official Publication Organ of the German Society for Cardiovascular Engineering
Heft 1/1999
8. Jahrgang
Herausgeber/Editor
Deutsche Gesellschaft für Kardiotechnik e.V. / German Society of Cardiovascular Engineering, G. Lauterbach, Köln
Mitherausgeber und Redaktion/Co-Editors and Editorial Staff
M. Foltan, Regensburg; S. Meyer, Köln (Ltd. Redakteur); A. Schulte, Siegburg; D. Sindhu, Köln; U. Wolfhard, Essen
Wissenschaftlicher Beirat/Editorial Board
M. Beyer, Nürnberg; F. Beyersdorf, Freiburg; D. E. Birnbaum, Regensburg; N. Doetsch, Nürnberg;
M. Günnicker, Essen; H. Keller, Frankfurt; K. Klak, Bochum; R. Körfer, Bad Oeynhausen; A. Laczkovics, Bochum;
H. Reul, Aachen; D. Olthoff, Leipzig; H. Sebold, Tübingen
Die Zeitschrift KARDIOTECHNIK veröffentlicht im „Peer-review“-Verfahren Originalartikel, klinische und experimentelle Arbeiten, Fallberichte, Übersichtsreferate,
Leserbriefe und Buchbesprechungen aus dem Bereich Perfusion, Monitoring, Organprotektion, Medizinische Informatik und Elektrostimulation.
The German Journal of Perfusion KARDIOTECHNIK is a peer-reviewed journal. It publishes original articles, clinical and experimental papers, case reports, review
articles, letters to the editors and book reviews in the field of perfusion, monitoring, organ protection, computer science in medicine and electric stimulation.
Titelbild
Sorin Biomedica Deutschland
AG, Vertriebszentrum Puchheim
Darstellung des innovativen Zwei­
kammerreservoirs am offenen Sy­
stem des Lilliput I Neugeborenen-
oxygenators.
Heft 2/99
Erscheinungstermin
12.5.1999
Einsendeschluß fur
• redakt. Beiträge
1.3. 1999
• Anzeigenaufträge
9.4. 1999
Inhalt
Seite
Editorial…………………………………………………………………………………………………………………….. 2
Arterio-venöse pumpenlose extrakorporale Lungenunterstützung als neues
Verfahren bei der Behandlung des Lungenversagens
A. Philipp, M. C. Reng, M. Kaiser, M. Pfeifer, H. Aebert, R. Behr, D. E. Birnbaum……………………………………………………… 3
ECMO zur Behandlung der kindlichen Kardiomyopathie
R. J. Tschaut, W. H. Franklin, J. M. Baffa, J. R. Leon-Wyss, S. Latz ……………………………….
8
Bücherjournal…………………………………………………………………………………………………………….. 11
Randthemen der Kardiotechnik – Folge 1: Die Dialyse…………………………………………………. 12
Studienüberblick zu transienten Druckexkursionen bei Membranoxygenatoren
A. Schulte, G. Lauterbach, M. Südkamp, H.-J. Weber…………………………………………………………………………………………………… 14
Stellenanzeigen…………………………………………………………………………………………………………… 16
Neues aus der Industrie ……………………………………………………………………………………………… 17
Einführung eines Qualitätsmanagementsystems in einer kardiotechnischen
Abteilung – Schlußteil
M. Buddensiek, D. Buchwald, C. Treier, A. Laczkovics………………………………………………………………………………………………… 18
Das Portrait
Minntech, HP-medica, MCS…………………………………………………………………………………………………….. 21
Mitteilungen der DGfK……………………………………………………………………………………………….. 23
Kongreßtermine…………………………………………………………………………………………………………. 26
Impressum…………………………………………………………………………………………………………………. 26
Heft 3/99
Erscheinungstermin
6.9.1999
Einsendeschluß für
• redakt. Beiträge
21.6. 1999
• Anzeigenaufträge
6.8. 1999
Redaktion KARDIOTECHNIK im Internet: www.kardiotech.phytech.fh-aachen.de
KARDIOTECHNIK 1/99

Editorial
einen wesentlichen Anteil an der Weiterent­
wicklung herzchirurgischer Techniken und
Verfahren wird in Zukunft das Streben nach
Senkung der Invasivität einnehmen. In der Tat
sind bereits erhebliche Fortschritte in dieser
Richtung erzielt worden. Dies betrifft vor al­
lem die Klappen- und Koronarchirurgie und
somit auch den zahlenmäßig bedeutendsten
Teil herzchirurgischer Tätigkeit.
Was verstehen wir in der Kardiochirurgie un­
ter Minimierung der Invasivität? „Minimally
invasive“ oder besser „less invasive“ kann ei­
nerseits wie in anderen chirurgischen Diszi­
plinen die Verkleinerung der Operationswun­
den bedeuten, was im Extremfall in endosko­
pische und video-assistierte Verfahren mün­
det. Andererseits führt speziell in unserem
Fachgebiet aber auch das alleinige Verlassen
der extrakorporalen Zirkulation und des kar-
dioplegischen Myokardstillstands zu einer er­
heblichen Absenkung der dem Kranken zuge­
muteten Belastung.
Da die Koronarchirurgie keine Chirurgie am
offenen Herzen darstellt und daher die extra­
korporale Zirkulation nicht zwingend not­
wendig ist, können hier beide Wege beschrit­
ten werden.
Über den herzchirurgischen Standardzugang
der medianen Längsstemotomie sind die an
der Herzvorderwand und im Bereich des Mar-
go acutus und Margo obtusus verlaufenden
Herzkranzarterien einer Revaskularisation am
schlagenden Herzen zugänglich. Zur Stabili­
sierung der zu versorgenden Koronararterien
wurden von der Industrie verschiedene Syste­
me entwickelt. Am weitesten verbreitet ist
wohl derzeit das an der Universität Utrecht ent­
wickelte, auf Saugarmen basierende Oktopus-
System. Das der Koronararterie im Anastomo-
senbercich angrenzende Epikard wird beid­
seits von kleinen Saugarmen durch Anlegen
eines Vakuums gefaßt, etwas gespreizt und
leicht angehoben. Dadurch kommt es zu einer
ausreichenden Immobilisierung des Gefäßes.
Arteriotomie und Fertigen der Mikroanasto­
mose mit einem Mammaria- oder Venengraft
werden unter temporärer Drosselung des Blut­
flusses in dem zu revaskularisierenden Koro­
narsegment ermöglicht. Die Überwachung der
Ischämietoleranz des abhängigen Myokards
erfolgt dabei elektrokardiographisch oder über
Hämodynamikmessungen mit Hilfe eines
Swan-Ganz-Katheters. Zusätzlich erlaubt die
transösophageale Echokardiographie eine di­
rekte und kontinuierliche Überwachung der re­
gionalen Kontraktilität.
Die „Port-Access“-Technik erlaubt eine
Koronarrevaskularisation über miniaturisier­
te Zugänge unter den Standardbedingungen
der extrakorporalen Zirkulation. Die Etablie­
rung der extrakorporalen Zirkulation und des
kardioplegischen Myokardstillstandes erfolgt
dabei über Arteria und Vena femoralis. Dabei
wird die Aorta ascendens mit einem über den
zweiten Schenkel der Femoraliskanüle vorge­
schobenen mehrlumigen Ballonkatheter (En-
doklemme) von innen blockiert. Dieser Ka­
theter erlaubt zusätzlich die Messung des
Aortenwurzeldruckes, die Verabreichung
kardioplegischer Lösung oder das Anlegen
eines Aortenventes. Die Kontrolle der korrek­
ten Plazierung des Ballons erfolgt durch
transösophageale Echokardiographie und/
oder Durchleuchtung einschließlich Kon­
trastdarstellung der „ausgeklemmten“ Aor­
tenwurzel und der Koronarostien.
Werden beide Verfahren – Zugangsminiaturi­
sierung und Verzicht auf extrakorporale Zir­
kulation – kombiniert, gelangt man zur in­
zwischen bereits klassischen MIDCAB-Ope-
ration, dem „Minimally Invasive Direct Coro­
nary Artery Bypass“. Der Eingriff erfolgt
über eine kurze, linksseitige anterolaterale
Thorakotomie im 4. Interkostalraum. Dieser
Zugang erlaubt die Präparation der linken Ar­
teria mammaria interna zur Revaskularisation
des Ramus interventricularis anterior (RI­
VA). Häufige Indikationen sind Rezidive
nach interventioneller Therapie, typischer­
weise sogenannte Instent-Stenosen oder nicht
passierbare RIVA-Verschlüsse ohne wesent­
lichen Myokardinfarkt.
Auch wenn Eingriffe am Koronarsystem bei
geeigneter Indikation neuerdings ohne Herz-
Lungen-Maschine möglich sind, führt die mi­
nimal invasive Herzchirurgie insgesamt zu ei­
ner Ausdehnung des Verantwortungsbereichs
des Kardiotechnikers. So fällt an unserer Kli­
nik bei der sogenannten „Beating heart“-
Koronarch