Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalt bei Operationen mit
Kardiopulmonalem Bypass*
C. Fuchs, H. Bock und D. Regensburger……………………………………………………….56
Der Einfluß der Hämodulition auf die Nierenfunktion
K. W. Rumpf……………………………………………………………………………………………………59
Celebrale Funktionseinschränkung durch CO2 bei EKZ
P. Scherer,Ä. Janda……………………………………………………………………………………..64
Prostazyklineinsatz im extrakorporalen Kreislauf an Kaninchen
bei gleichzeitiger Reduktion der Heparindosen
R. Bey, K. Mottaghy, B. Oedekoven, H. Schmid-Schönbein………………………….67
Kalium-Physiologie*
H. Oberleithner………………………………………………………………………………………………71
Zur Situation der Deutschen Herzchirurgie*
H. Dalichau……………………………………………………………………………………………………76
Blutgasanalyse – Grundlagen und Interpretation
G. Schneider, P. Böttger……………………………………………………………………………… 82
Mitteilungen………………………………………………………………………………………………….. 91
Kardiotechnik
Fachzeitschrift für medizinische und technische Berufe
Erscheinungsweise:
3 x jährlich
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Eigenverlag Kardiotechnik, Bad Ems
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G. Schneider, Paracelsus-Klinik,
D-5427 Bad Ems. Telefon 0 26 03 / 1 30 91
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Referat
Herz- und Gefäßchirurgie im Benedikt-Kreutz-Rehabilitationszentrum Bad Krozingen, Abteilung Kardiotechnik
Die erweiterte hämodynamische Überwachung besonders gefährdeter
Patienten in der Herzchirurgie mit einem Personalcomputer
A. Philipp
In den 70-er Jahren gab es eine Euphorie über die voll-com­
puterisierte Patientenüberwachung. Diese Anlagen haben
ihre hochgesteckten Erwartungen nur teilweise erfüllt.
Dies lag zum einen daran, daß die Entwicklungskonzepte
zu hoch gesteckt waren und zum anderen, daß technisch­
medizinisch qualifiziertes Personal nicht entsprechend zur
Verfügung stand.
Der Einsatz des Computermonitorings hat sich infolge der
leeren Kassen und des Aufwandes wegen relativiert. Heut­
zutage haben wir die Möglichkeit, über einen Kleincompu­
ter ( DM 800,- bis 3 000,-) ein bestehendes Monitoring so
auszubauen, daß meßtechnisch alle relevanten Parameter
errechnet und interpretiert werden können.
Als Hardware benützen wir einen Sharp MZ80B. Das
System wird bei Patienten mit besonders hohem Risiko ein­
gesetzt. Die „High-Risk-Fälle“ werden bei uns mit einem
erweiterten Monitoring ausgestattet, d. h. sie verfügen über
einen Einschwemmkatheter; dieser ermöglicht die Mes­
sung des Cardiac Output sowie die Druckmessung im klei­
nen Kreislauf und das Äquivalent des LA, den PCP. Kor­
relieren LA und PCP bei der intraoperativen Druckmes­
sung nicht ausreichend miteinander, wird zusätzlich ein
LA-Katheter gelegt.
1. Die Annahme, PCP = LAgilt nur für den Fall, daß keine
pulmonale Hypertonie vorliegt und ein normales Mitra-
lostium vorhanden ist.
2. Postoperativ ist der PCP oft erhöht, da die Lunge eine
geringere Compliance durch einen erhöhten H,O-Ge-
halt aufweist.
3. Bei der Beendigung des artifiziellen Kreislaufes hat sich
der LA-Katheter als objektivstes Kriterium für den Fül­
lungszustand und die Leistungsreserve des linken Ven­
trikels erwiesen.
Bei der Druckmessung genügt es nicht, nur die Absolut­
werte der Drucke digital anzuzeigen, sondern eine visuelle
Formanalyse ist unumgänglich.
Gemessen wird immer im maximalen Verstärkungsbereich
für den entsprechenden Druck. Dadurch wird der relative
Meßfehler klein.
(Beispiel: Druckeinschub mit 3 Verstärkungsbereichen,
30, 60 und 200 mm Hg – werkseitig l%Fehierangabe für
den jeweiligen Meßbereich. Dies bedeutet, daß ein LA-
Druck gemessen im 200-mm-Hg-Bereich durchaus
10-20% Meßfehler aufweisen kann.)
Der absolute Fehler ist in jedem Meßbereich gleich – er
kann nur durch eine exakte O-Punkt-Bestimmung elimi­
niert werden. Im übrigen lassen sich bei entsprechender
Verstärkung der Vorhofdruckkurven temporäre Insuffi­
zienz der Atrioventrikularklappen, A V-Blockierungen und
junktionale Ersatzrhythmen leichter erkennen und beurtei­
len.
Für das computerunterstützende Monitoring müssen fol­
gende Parameter meßtechnich erfaßt werden:
1. Arterieller Druck SAP DAP MAP
2. Rechter Vorhofdruck RA
3. Pulmonalarterien-Druck PA
4. Wedge-Druck PCWP
5. Herzfrequenz
6. Cardiac output
7. Gasanalysen arteriell-venös
8. Beatmungs-Spitzendruck
9. Atemzug-Volumen
10. Beatmungsdruck m
Zentrale Bedeutung kommt der Messung des Cardiac out­
put zu. Es ist unumgänglich, die entsprechende Verdün­
nungskurve aufzuzeichnen und zu überprüfen.
Als Kontrolle kann die Kurve über den Rechner integriert
werden. Dabei müssen errechneter und gemessener Wert
übereinstimmen.
Wichtig ist, daß immer eine Doppelbestimmung vorge­
nommen wird. Die beiden Meßwerte sollten nicht mehr als
10% voneinander abweichen. Unserer Erfahrung nach hat
die Injektattemperatur keinen entscheidenden Einfluß auf
die Meßgenauigkeit.
Die gemessenen CO7-Werte haben ihre höchste Fehlerquo­
te unmittelbar nach Bypass-Ende (Inhomogenität, Basisli­
niendrift etc.). Je weiter wir uns von diesem Wert entfer­
nen, desto reproduzierbarer werden die Werte. (Reprodu­
zierbarkeit bedeutet jedoch nicht zwangsläufig richtig ge­
messene Werte: z. B.: Bei falsch vorgegebener Umrechen­
konstante, falsch vorgegebenem Injektatvolumen etc ). Kri­
tisch ist hier insbesondere der Low-cardiac-output zu be­
trachten. Er unterliegt einer großen meßtechnischen Feh­
lerbreite.
Wichtig ist, daß der Katheter nach Bypass-OFF nicht in ei­
ner Pseudo-Wedge-Stellung liegt, welche einen falsch ho­
hen Cardiac-output vortäuschen würde. Die Thermistor­
sonde sollte im zentralen Blutstrom liegen, d. h. es muß eine
eindeutige Pulmonaliskurve dargestellt sein.
Aus den gemessenen Parametern können nun über den
Computer folgende für die Therapie wichtige Parameter
errechnet werden:
Hämodynamik:
1. Systemischer Widerstand
SVR o TPR
2. Pulmonaler Widerstand
PVR
3. Schlagvolumen
SV
5. Linksherz-Schlagarbeit
LCSW
6. Rechtsherz-Arbeit
RCW
7. Rechtsherz-Schlagarbeit
RCSW
4. Linksherz-Arbeit
LCW
Kardiotechnik 6. Jahrgang/Heft 2/September 1983

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