Extrakorporale Oxygenierung bei ARDS – Falldarstellung einer Stufentherapie
nach Herztransplantation
H. Grubitzsch, S. Beholz, H.-G. Wollert, L. Eckel……………………………………………………………………………………………….. 63
Entwicklung eines modifizierten „Chandler-Loop-Systems“ zur Evaluierung der
Biokompatibilität von ECC-Schläuchen
A. Henseler, B. Oedekoven, C. Andersson, K. Mottaghy…………………………………………………………………………………….. 66
Erhöhte Nachblutung bei Hepcon-kontrollierter Hämostase im Rahmen der
extrakorporalen Zirkulation unter Einsatz von Aprotinin
S. Beholz, H. Grubitzsch, B. Bergmann, H.-G. Wollert, L. Eckel …………………………………………………………………………… ‚0
Randthemen der Kardiotechnik – Folge 3: Die transmyokardiale Laserrevaskularisation . 75
Heft 4/1999
Erscheinungstermin
6.12.1999
Einsendeschluß für
• redakt. Beiträge
3.9. 1999
• Anzeigenaufträge
5. 11. 1999
Klinikportrait
Herz- und Kreislaufzentrum Rotenburg a. d. Fulda………………………………………………………………. 76
Kongreßnotizen ………………………………………………………………………………………………………………… 78
Stellenanzeigen…………………………………………………………………………………………………………. 74,78,83
Das Portrait
Impella………………………………………………………………………………………………………………………………..
Neues aus der Industrie …………………………………………………………………………………………………….
Journal-Club………………………………………………………………………………………………………………………
Mitteilungen der DGfK………………………………………………………………………………………………………
Kongreßtermine………………………………………………………………………………………………………………..
Impressum………………………………………………………………………………………………………………………….
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Heft 1/2000
Erscheinungstermin
8.2. 2000
Einsendeschluß für
• redakt. Beiträge
1. 12. 1999
• Anzeigenaufträge
10. 1.2000
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EMBASE- Excerpta Medica
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Redaktion KARDIOTECHNIK im Internet: www.kardiotech.phytech.fh-aachen.de
KARDIOTECHNIK 3/99
58
Editorial
kaum scheint sich die Dauerdiskussion
über die Ausbildungsstätten im Bereich
Kardiotechnik zu beruhigen, schon wird
sie übertönt durch ein viel existentielleres
Thema. Die Diskussion über die Zukunft
der Kardiotechnik bzw. der Herz-Lungen-
Maschine angesichts neuer Techniken der
Herzchirurgie bzw. der „minimal invasiven
Chirurgie“.
Groteskerweise wird diese erneute Verun
sicherung aller kardiotechnisch tätigen
Kollegen von hoffnungsvollen Ergebnissen
u. a. der Arbeitsgruppe Berufsanerkennung
und der Aufnahme eines Berufsbilds „Kar
diotechnik“ in die IBV- Informationen der
Bundesanstalt für Arbeit – begleitet.
In allen Anstrengungen anderer Berufs
gruppen um Anerkennung war immer die
Anzahl der dort tätigen Mitarbeiter eine
entscheidende Komponente für die Aner
kennung und Etablierung als eigenständi
ger Bereich – die Berufsgruppe „Kardio
technik“ ist auch nach Aufnahme des 500.
Mitglieds in die DGfK noch eine relativ
kleine Gemeinschaft. Das heißt aber für die
Kardiotechnik, daß Expansion die weitere
Strategie sein muß.
Aufgaben aus anderen Disziplinen müssen
zu den Aufgaben des Kardiotechnikers hin
zukommen. In einigen Kliniken werden
schon seit längerem Kardiotechniker von
anderen Klinikbereichen für diverse Auf
gaben angefordert. Genau das ist eine
große Chance.
Nicht nur in der minimal invasiven Chirur
gie und in den neuen kardiotechnikspezifi-
schen Aufgaben erleben wir die zunehmen
de Technisierung des OP-Bereichs. Insbe
sondere in der Informatik mit all ihren viel
seitigen Spielwiesen wachsen neue Aufga
ben im OP heran.
Schnelles Handeln ist angesagt – auf Pfle
gekongressen wird über das Berufsbild
„OP-Management und OP-Informatik“
diskutiert, und Ärzte erschließen alternati
ve Berufsfelder im Informatik-, Technik-
und Managementbereich.
Ziel muß es sein, den neuen Anforderungen
gegenüber offen zu sein und ihnen nachzu
kommen – zunächst personalneutral unter
Nutzung der durch die MIC neu entstande
nen Ressourcen.
Die Abteilungsspektren der Krankenhäu
ser, in denen herzchirurgische Abteilungen
existieren, sind sehr heterogen. Die Vorge
hensweise in den einzelnen Kliniken muß
deshalb auf das einzelne Krankenhaus ab
gestimmt sein – das Ziel aber muß iden
tisch sein: Stärkung und Ausweitung des
Aufgabenbereichs. Der Bereich Kardio
technik als Keimzelle der zukünftigen OP-
Technik – der zukünftige OP-Ingenieur und
OP-Manager als Anbieter von Dienstlei
stungen im gesamten Krankenhausbereich.
Die neuen Aktivitäten in dieser Richtung
müssen als Schrittmacherfunktion insbe
sondere an großen Kliniken stattfinden und
Angebote zur Übernahme weiterer Aufga
ben in anderen Fachabteilungen beinhal
ten. Neue Randthemen der Tätigkeiten und
der OP-Technik müssen dabei im Verband
und in der Verbandszeitschrift noch mehr
Raum bekommen.
Aber vor allem in ärztlichen Fachzeit
schriften sowie in der Laienpresse muß ei
ne möglichst breite Leserschaft auch
außerhalb der Kardiochirurgie- und Kar-
diotechnik-Gemeinde erreicht werden.
Parallel dazu wäre es aus meiner Sicht
wünschenswert, schon frühzeitig die for
melle Ergänzung des Begriffs „Kardiotech
nik“ um einen „offenen“ zusätzlichen Be
griff in Namen und Satzung der Gesell
schaft bzw. der Zeitschrift in Angriff zu
nehmen.
Lassen Sie uns nicht der Zeit hinterherhin
ken, indem wir uns vielleicht in zwei Jah
ren über eine gesetzliche bundesweite An
erkennung des Berufsbilds „Kardiotech
nik“ freuen und in Wirklichkeit eigentlich
schon eine neue Zeit angebrochen ist, die
neue berufspolitische Aktivitäten erforder
lich macht. Auch die Ausbildungsstätten
sind gerne bereit, mit zukunftsorientierten
Ausbildungskonzepten flexibel zu reagie
ren und die berufspolitischen Initiativen
der Gesellschaft zu unterstützen.
Was bietet uns die aktuelle Ausgabe der
KARDIOTECHNIK an Fachbeiträgen?
Wie die chirurgischen Ergebnisse verbes
sert werden können, beschreibt Frank
Born, Freiburg, in seinem Beitrag „Kon
trollierte Extremitäten-Reperfusion mit ei
nem Druckbeutel-Perfusionssystem“.
Als Fallbeispiel einer Stufentherapie nach
Herztransplantation schildert Dr. Herko
Grubitzsch, Karlsburg, die „Extrakorpora
le Oxygenierung bei ARDS“.
Die „Entwicklung eines modifizierten
,Chandler-Loop-Systems‘ zur Evaluierung
der Biokompatibilität von ECC-Schläu-
chen“ ist das Thema von A. Henseler, Aa
chen.
Die aufschlußreichen Ergebnisse der Stu
die „Erhöhte Nachblutung bei Hepcon-
kontrollierter Hämostase im Rahmen der
EKZ unter Einsatz von Aprotinin“ präsen
tiert Sven Beholz, Karlsburg.
In diesem Sinne
Ihr
Prof. Dr. med. Gerd Haimerl
Villingen-Schwenningen
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KARDIOTECHNIK 3/99
E Born, J. Bitu-Moreno, K. Sarai, A. Geiger,
G. Spillner, E Beyersdorf
Universitätsklinikum Freiburg,
Abt. für Herz-und Gefäßchirurgie
(Direktor: Prof Dr. med. E Beyersdorf)
Kontrollierte Extremitäten-
Reperfusion mit einem Druck
beutel-Perfusionssystem
Zusammenfassung
Obwohl bei einer bestehenden Ischämie ei
nes Organs oder einer Extremität die Re
perfusion eine notwendige Voraussetzung
für den Erhalt oder die Erholung der Funk
tion ist, kann die Reperfusion einen zusätz
lichen Schaden verursachen. Trotz erfolg
reicher Revaskularisation bei akuter Extre
mitätenischämie ist dieses Krankheitsbild
mit einer hohen Morbidität oder Amputati
onsrate verbunden. In vorausgegangenen
klinischen Studien konnten wir zeigen, daß
eine Verbesserung der chirurgischen Er
gebnisse möglich ist, wenn die Bedingun
gen der Reperfusion (Temperatur, Druck,
Fluß, Zeitdauer) und die Zusammenset
zung der Reperfusionslösung (kristalloide
Lösung und Blut) kontrolliert werden. Die
Durchführung der kontrollierten Extre-
mitätenreperfusion war bisher an den Ein
satz einer Herz-Lungen-Maschine gebun
den und deshalb herzchirurgischen Zentren
vorbehalten.
Wir haben nun das Verfahren der kontrol
lierten Reperfusion modifiziert, so daß es
mit geringem technischen Aufwand und
ohne den Einsatz einer Herz-Lungen-Ma
schine (HLM) durchgeführt werden kann.
Schlüsselwörter
Extremitätenischämie, Reperfusion, Reper-
fusionsschaden.
Summary
Despite successful revascularisation, acute
ischemia of the lower limb is associated
with high rates of mortality or limb ampu
tation. We demonstrated that controlled re
perfusion of the ischemic limb before re
es