Herztransplantation beim schweren angeborenen Vitium
des Kleinkindes: Schilt, W., Bern………………………………………………………..14
Kardiotechnik an der Herzchirurgischen Univ. Klinik München,
Nußbaumallee……………………………………………………………………………….16
Informationen aus dem Ausland………………………………………………………..18
Personalia: Homburg/Saar……………………………………………………………..19
Die Zeitschrift »Kardiotechnik« erscheint vierteljährlich.
Preis des Einzelheftes: 4,- DM plus Porto, für Mitglieder des Verbandes frei.
Die Originalartikel können mit Quellenangabe weiter veröffentlicht werden.
Satz + Druck: Universitäts-Buchdruckerei Junge & Sohn,
852 Erlangen, Innere Brücker Straße 8/10, Telefon 0 91 31 / 2 10 51

Zum Geleit
Zum Erscheinen der ersten Nummer der Zeitschrift Kardiotechnik
übermittle ich allen Verbandsmitgliedern und allen interessierten Lesern
die herzlichsten Grüße.
Mein Dank den Kollegen, die sich zu einem Redaktionsstab zusammen­
gefunden haben und durch deren Bemühungen wir heute die Entstehung
der Verbandszeitschrift „feiern“ können.
Die Hauptaufgabe der Zeitschrift soll sein, den Mitgliedern Nachrichten
des Verbandes anzubieten. Sie wird über Erkenntnisse auf dem Gebiet
der Kardiotechnik, über Fortbildung und technische Fortschritte ebenso
berichten wie über besondere Probleme und Ereignisse.
So ist die Zeitschrift für alle Verbandsmitglieder ein Anfang, ein
Angebot und eine Herausforderung. Auch die Zeitung lebt von
Nachrichten; mögen sie vom Vorstand, von einem Team eines Herz­
zentrums, eines Kardiotechnikers oder Verbandsmitgliedes kommen.
Ihre Kritik, Anregung und Information sind erwünscht und nötig,
damit aus der Zeitschrift Kardiotechnik ein für jeden Kardiotechniker
unentbehrliches Informationsorgan wird.
Möge die Zeitschrift auch dazu beitragen, die verantwortlichen Politiker
und Vertreter der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände erneut auf
die Misere in unserem Berufszweig hinzuweisen. Eine Berufs­
anerkennung mit einer vorausgehenden Berufsausbildung sowie einem
bundeseinheitlichen Tarif recht für Kardiotechniker ist längst überfällig.
Somit wünsche ich unserer Zeitung einen guten Start und den Kollegen
von der Redaktion viel Erfolg bei ihrer Arbeit.
Josef Güttler, Vorsitzender
Verband der Kardiotechniker
Deutschlands
Heft 1/1. Jahrgang / Mai 1975
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Grußwort
Seit Beginn der Operationen am eröffneten Herzen in der Bundes­
republik Deutschland im Jahre 1958 ist das Problem der technischen
Betreuung der Herzchirurgie in den einschlägigen Kliniken ständig
gewachsen. Ging es zunächst in erster Linie darum, die in der
Anfangszeit der offenen Herzchirurgie mit Wartung und Betreuung
der Herz-Lungen-Maschine „fachfremd“ tätigen Ärzte zu ersetzen, so
wurde es in der Folge klar, daß Technikern eine Vielzahl von Aufgaben
über den eigentlichen Einsatz an der Herz-Lungen-Maschine hinaus
anvertraut werden mußten. Dazu gehören heute an den verschiedenen
herzchirurgischen Kliniken in unterschiedlichem Maße die Betreuung
von hämodynamischem und biologischem Meßgerät im Op und auf
Intensivstation, die Herzschrittmachertherapie, der Einsatz von
Kreislaufhilfen sowie ein umfangreiches Bestellwesen einschließlich
Schriftverkehr. Nicht zuletzt fällt in den Rahmen der Verpflichtungen
dieses neuen Berufszweiges oftmals die Erprobung neuartiger
apparativer und auch chirurgisch-technischer Methoden im Tierversuch.
Der moderne Kardiotechniker muß ein Mensch mit schneller
Reaktionsweise und großer Anpassungsfähigkeit an rasch wechselnde
Aufgaben sein. Darüber hinaus und ganz vorrangig beinhaltet seine
Tätigkeit an für den Patienten lebenswichtigen Arbeitsprozessen ein
Übermaß von Verantwortlichkeit und damit Verantwortungsbewußtsein.
Diese Qualitäten liegen vorwiegend in der Persönlichkeit des einzelnen
begründet und lassen sich zumindest im Erwachsenendasein kaum mehr
erlernen. Sie werden auch nicht finanziell honoriert. Tariflich erfaßbar
und daher honorierungsfähig sind gewisse Ausbildungsvoraussetzungen
auf technischem oder pflegerischem Gebiet, die aber z. T. mit den
Aufgaben eines modernen Kardiotechnikers nicht viel zu tun haben.
Als Ergebnis besteht heute ein merkwürdiger und unhaltbarer Zustand
der Verwirrung darüber, wie die hohe Leistung eines Kardiotechnikers
tariflich eingestuft werden soll. Diesen Mißstand baldigst auszuräumen,
muß unser aller Ziel sein. Sicherlich genügt es nicht mehr, daß
Klinikdirektoren in z. T. zermürbenden Einzelaktionen gewisse lokale
Erfolge für ihre Kardiotechniker erringen.
Vonnöten ist eine bundesweite Aktion Ihres Verbandes zur Etablierung
und Weiterentwicklung des Berufszweiges der Kardiotechniker bei den
zuständigen staatlichen Stellen und Gewerkschaften. In diesem Bemühen
wird Sie die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäß­
chirurgie auf das vollste unterstützen. Weiterhin erscheint mir ein klar
definierter Ausbildungs- oder Weiterbildungsweg für den Kardio­
techniker auf den Gebieten der Kreislaufphysiologie, der Labortechniken
und der im Rahmen der Chirurgie eingesetzten Apparate unerläßlich.
Nur so wird es möglich sein, die fachlichen Eingangskriterien zu diesem
Berufsweg zu vereinheitlichen, so daß die so entscheidenden
menschlichen Qualitäten des Kardiotechnikers auch aufstiegsmäßig
voll zum Tragen kommen.
Zur Gründungsfeier möchte der Autor den Verbandsmitgliedern,
unseren Mitarbeitern, in voller Anerkennung ihrer verantwortungs­
vollen und oftmals jahrelang entsagungsvollen Tätigkeit zum Wohle
der Patienten die herzlichen Grüße der Deutschen Gesellschaft für
Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie übermitteln.
Prof. Dr. med. H. G. Borst
Präsident der Deutschen Gesellschaft
für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie
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Heft 1/1. Jahrgang/Mai 1975

Referat
Auf den folgenden Seiten wollen wir die in Bern, anläßlich der 3. Internationalen Fortb