Miniaturisierte Blutpumpen für die Kinderherzchirurgie
E Kaufmann, E. Hennig, Y. Weng, R. Hetzer………………………………………………………………………………. 7
Technische und praktische Erfahrungen mit einer
neuen Herz-Lungen-Maschine
E Günther………………………………………………………………………………………………………………………………… 14
Klinischer Einsatz eines Kapillar-Membran-Oxygenators
E. Roerden, H. Bock …………………………………………………………………………………………………………………
Herz-Kreislauf-Versagen nach Tourniquet-Schock:
Reanimation mit kardiopulmonalem Bypass
C. Diefenbach, H. Korb, G. Lauterbach, M. Abel……………………………………………………………………….
Journal-Club…………………………………………………………………………………………………..
Das Klinikportrait
Robert-Bosch-Krankenhaus, Stuttgart………………………………………………………………….
Das Portrait
Ciba Corning Diagnostics GmbH ……………………………………………………………………….
Bücherjournal ………………………………………………………………………………………………..
Neues aus der Industrie …………………………………………………………………………………..
Stellenanzeigen………………………………………………………………………………………………..
Kongreßnotizen ………………………………………………………………………………………………
Mitteilungen der DGfK …………………………………………………………………………………..
Hinweise für Autoren……………………………………………………………………………………….
Kongresse, Veranstaltungen ……………………………………………………………………………..
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Heft 3/95
Heft 4/95
Erscheinungstermin
Einsendeschluß für
11. 9.1995
Erscheinungstermin
Einsendeschluß für
1.12.1995
• redaktionelle Beiträge
16. 6. 1995
• redaktionelle Beiträge
22. 9.1995
• Anzeigenaufträge
1. 8. 1995
• Anzeigenaufträge
30. 10. 1995
Leitthema der nächsten Ausgabe:
Praktische Anwendung von Kreislaufunterstützungssystemen
3
Die KARDIOTECHNIK wird auf chlorfrei gebleichtem Papier gedruckt

Any Combination You Like
„The fruit vendor“ by Vincenzo Campi (about 1580).
perfusion system, with 3 heat exchanger-oxy­
genator modules, 4 cardiotomy reservoirs, 2
venous bags, and 3 carefully designed holders.
This is what Dideco gives you today with
ADAPTAFLO, the first modular perfusion
system which allows you to compose the ideal
circuit for you and your patient.
We Take Research To Heart

Editorial
die Qualitätssicherung ist im Rahmen der
Gesundheitsreform ein Thema in der Kar-
diochirurgie geworden. Ist sie damit auch
ein Thema für die Kardiotechniker? Was
heißt das eigentlich, Qualität in der Kar-
diotechnik? Können wir eigentlich ohne
allgemeingültige Qualitätsstandards und
einer allgemeinen Tätigkeitsbeschreibung
von Qualität sprechen?
Der Einsatz der Geräte und Produkte, die
wir täglich benutzen, unterliegt der
MedGV oder dem Medizinprodukt-Ge­
setz (MPG). Diese Verordnungen sollen
den Patienten vor Schaden bewahren und
den Anwender rechtlich schützen. Aber
schließen sie deswegen Zwischenfälle in
unserer Arbeit aus?
Schon vor Jahren erschien in den USA
eine Veröffentlichung von Reed unter dem
Titel „Safety and Techniques in Perfu­
sion“. Hier werden Zwischenfälle und ihre
Folgen aus dem Bereich der Extrakorpora­
len Zirkulation geschildert. Passieren sol­
che „Pannen“ auch bei uns? Und wenn,
was können wir tun, um sie zu verhindern?
Ein Beitrag dieser Ausgabe zum Thema
Qualität in der Kardiotechnik ist leider
nicht repräsentativ, da bei der stattgefun­
denen Umfrage nur ein Drittel der ange­
sprochenen Kliniken geantwortet hat. So
kann der Eindruck entstehen, daß im Rah­
men eines gewissen Kongreß-Tourismus
eine industrie-gefällige Selbstbeweihräu­
cherung stattfindet statt einer kritischen
Bewertung der eigenen Tätigkeit.
So müssen wir uns fragen: Wie gut ist un­
sere Ausbildung und Arbeit eigentlich,
und an welchen Standards orientieren wir
uns? Dies sind Fragen, die sich nicht nur
die Gesellschaft stellen und beantworten
sollte, sondern jeder einzelne von uns.
Diese Zeitschrift bietet Ihnen die Mög­
lichkeit, Ihre persönlichen Erfahrungen
und Ihr Wissen zur Fort- und Weiterbil­
dung zu veröffentlichen! Leider wird die­
se Chance von den Kardiotechnikern nicht
oft genutzt.
In dieser Ausgabe finden Sie neben dem
Thema „Qualität in der Kardiotechnik“
einen Beitrag aus Nürnberg über eine neue
Herz-Lungen-Maschine. Aus der For­
schungsgruppe des Deutschen-Herzzen-
trums Berlin wird über miniaturisierte
Blutpumpen berichtet, und die Kollegen
aus Köln warten mit einem Fallbeispiel
auf. Weiterhin wird aus Göttingen über
den klinischen Einsatz eines Kapillar-
Membran-Oxygenators berichtet.
Seit längerer Zeit folgt wieder ein Klinik­
porträt, hier haben die Kollegen aus Stutt­
gart ihre Chance genutzt und beschreiben
ihren Arbeitsplatz.
Für die 24. Jahrestagung der DGfK in
Duisburg wünscht die Redaktion den Ver­
anstaltern und Organisatoren ein gutes
Gelingen und den Kolleginnen und Kolle­
gen einen interessanten und innovativen
Wissensaustausch.
Heinz-Hermann Weitkemper
KARDIOTECHNIK 2/95
5

Der stetige Blutfluß versorgt uns mit Nährstoffen
und Sauerstoff, seine Bewegung hält uns am
Leben. Fremdkörper oder Wunden werden sofort
identifiziert, jede Störung beseitigt.
Ein hervorragendes System. Doch bei Herz-
Operationen kurzzeitig außer Kraft gesetzt. Jetzt
kommt es darauf an, daß die externe Bahn vom
Organismus nicht als Fremdkörper erkannt wird.
Denn die lebensrettende Umleitung darf nicht zur
Gefahrenquelle werden.
RAUMEDIC ECO heißt Sicherheit, Leistungs­
fähigkeit und Zuverlässigkeit.
Bewegung
ist
lieben
J
REHAU AG+Co
Verkauf Medizin
Rheniumhaus
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Eigene Rezeptierungen, jahrzehntelange
Produktionserfahrung und eine ausgefeilte Quali­
tätssicherung sind die Basis für die Zuverlässigkeit
von REHAU Schlauchsystemen in der extrakorpo­
ralen Zirkulation.
Patientenorientierte Forschungs- und Entwicklungs­
arbeit ist der Garant für die Leistungsfähigkeit
unserer Produkte. Zum Beispiel wurde mit
RAUMEDIC noDOP ein Schlauchsystem mit einem
neuartigen Weichmacher auf den Markt gebracht,
das in punkto Blutkompatibilität herkömmlich
weichgemachten Schläuchen weit überlegen ist.
RAUMEDIC ist Leistungsfähigkeit

E Kaufmann. E. Hennig, Y. Weng, R. Hetzer
Forschungsabteilung im Deutschen
Herzzentrum, Berlin
(Leiter: Prof. Dr. R. Hetzer)
Miniaturisierte Blutpumpen
für die Kinderherzchirurgie
Zusammenfassung
Für uni- oder biventrikuläre pulsatile Herz­
unterstützungssysteme bei Neugeborenen
und Kleinkindern werden Blutpumpen mit
Schlagvolumen von 6-10 ml zur Errei­
chung von Fördervolumina von 0,4-1,5
1/min benötigt. Die anatomischen Verhält­
nisse zwingen zur Kanülierung mit extrem
kleinen Durchmessern. Ein neuentwickel­
tes System entspricht folgenden speziellen
Anforderungen:
1. Ein- und Auslaßventile müssen mög­
lichst verlustarm (Schließvolumen, Rück­
fluß, Druckverlust) arbeiten. Dies wird
durch den Einsatz von Polyurethan-Taschen­
klappen erreicht.
2. In den kleinlumigen Kanülen entstehen
sehr hohe pulsatile Blutströmungsge­
schwindigkeiten. Durch ein elastisches Re­
servoir zwischen Zuflußkanüle und Blut­
pumpe kann die Pulsatilität der Strömung
verringert werden, so daß eine Reduktion
der Geschwindigkeitsspitzen und damit
der Druckverluste erreicht wird.
3. Die hohen Strömungsverluste und der ge­
forderte erweiterte Frequenzbereich stellen
besondere Anforderungen an das Antriebs­
system hinsichtlich der Betriebsdrücke und
Druckanstiegsgeschwindigkeiten. Eine her­
kömmliche IABP-Konsole entspricht die­
sen Anforderungen und kann mit Hilfe einer
pneumatischen Zusatzeinrichtung als An­
triebssystem eingesetzt werden.
Schlüsselwörter
Kinderherzchirurgie, pulsatile Blutpum­
pen, Strömungsverluste, pneumatische An­
triebssysteme, mechanische Herzunterstüt­
zung.
Summary
For uni- or biventricular mechanical circu­
latory support of neonatals and infants
blood pumps with stroke volumes of 6 to
10 ccm are needed to maintain flow rates of
0.4-1.5 1/min. The use of extremely small
cannulae is necessary because of the ana­
tomy. A new system meets these special
demands:
1. Inflow and outflow valves have to work
with minimal flow losses in terms of clo­
sing volume, regurgitation and pressure
difference. Therefore high efficient poly­
urethane trileaflet valves have been applied.
2. Due to the small inner diameter of the
cannulae very high pulsatile flow velocities
occur. With a flexible inflow reservoir the
pulsatility of the venous bloodflow can be
decreased. In the resulting semicontinuous
flow the peak velocity and therefore the
pressure loss are remarkably reduced.
3. High pressure losses and pulse rates are
demanding high driving pressures and high
dp/dt. A common IABP-driver meets these
specifications and can be used with an ad­
ditional pneumatic control unit as actuator
for these small bloodpumps.
Key Words
Pediatric cardiac surgery, pulsatile blood
pumps, flow losses, pneumatic driving sy­
stem, mechanical circulatory support.
Einleitung
Bei extrakorporalen pulsatilen Herzunter­
stützungssystemen für Neugeborene und
Kleinkinder werden Blutpumpen mit klei­
nen Schlagvolumina bis unter 10 ml bei
Pulsfrequenzen von über 100 pro Minute
benötigt. Durch die verkleinerte Baugröße
entstehen – verglichen mit Pumpen für Er­
wachsene – besondere Probleme:
• Wegen des kleinen Schlagvolumens müs­
sen besonders hohe Anforderungen an die
Klappen gestellt werden hinsichtlich der
Schließ- und Leckverluste, deren Summe
gegenüber dem Schlagvolumen klein, d.h.
unter 10% des Schlagvolumens bleiben
muß.
[l/min] [ml]
Ap ca. 30mmHg
Abb. 1: Integrierte Rückflüsse
• Die maximalen pulsatilen Blutströmungs­
geschwindigkeiten in den kleinlumigen Ka­
nülen sind extrem hoch, entsprechend hoch
sind die Strömungsverluste. Eine Redukti­
on dieser Verluste bei gleichem Fluß ist nur
durch Verringerung der Spitzengeschwin­
digkeiten möglich.
• Die Strömungsverluste erfordern ent­
sprechend hohe Treib- und Saugdrücke der
pneumatischen Antriebe, auch der Fre­
quenzbereich sollte gegenüber den Syste­
men für Erwachsene erweitert sein.
Schließ- und Leckverluste
der Pumpenklappen
Bei den üblichen mechanischen Herzklap­
pen sitzt der Schließkörper locker im Ge­
häuse. Dadurch entsteht bei geschlossener
Klappe ein Leckfluß. Da die Spaltbreite
des entstehenden Ringspaltes ein Mindest­
maß nicht unterschreiten kann, wächst der
prozentuale Leckfluß mit abnehmender
Klappengröße [1]. Bei mechanischen
Klappen in einer Größe, wie sie für Pum­
pen mit Schlagvolumen von unter 10 ml er­
forderlich wären, liegen die Leckverluste
plus Klappenschließverluste (Leckvolu­
men pro Schlag) in der Größenordnung des
Schlagvolumens. Daher werden Klappen
mit konstruktionsbedingt geringeren Ver­
lusten benötigt, wie zum Beispiel Polyure­
than-Taschenklappen (PU-Klappen) [2, 3]
(Abb. 1).
Ein Vergleich gleich großer mechanischer
Kippscheibenklappen mit einem Innen-
KARDIOTECHNIK 2/95
7

durchmesser von 21 mm mit PU-Taschen-
klappen zeigt die wesentlich geringeren
Leckverluste der PU-Klappe, abzulesen an
den aufintegrierten Rückflüssen bei einer
Druckdifferenz von 30 mmHg über der ge­
schlossenen Klappe. Die Schließvolumina
sind annähernd gleich groß. Dunkle Kur­
ven (A, C): PU-Taschenklappe, helle Kur­
ven (B, D): SORIN-Klappe. A, B: Rück­
fluß durch die sich schließende bzw. ge­
schlossene Klappe in 1/min. C, D: über der
Zeit aufintegrierter Rückfluß, entspricht
dem durch die Klappe zurückgeströmten
Volumen in ml.
Klappenverluste – Leckfluß
Abb. 2: Leckfluß in Abhängigkeit von der Druckdifferenz (Klappen­
durchmesser 21 mm)
In Abb. 2 ist der Leckfluß bei geschlosse­
ner Klappe in Abhängigkeit vom Druck­
gradienten dargestellt. Der Leckfluß der
PU-Klappe nimmt im Gegensatz zur Kipp­
scheibenklappe nicht linear mit dem
Druckgradienten zu, sondern degressiv.
Durch die Elastizität der Klappensegel
werden diese bei hohem Gegendruck stär­
ker aneinandergedrückt, so daß die Dich­
tigkeit erhöht wird. Dies wirkt sich insbe­
sondere bei kleinen Blutpumpen positiv
aus, da hier sehr hohe Antriebsdrücke be­
nötigt werden und dementsprechend hohe
Druckgradienten über den geschlossenen
Klappen auftreten.
Kleine pneumatische Blutpumpen können
nur mit extrem schnell und dicht schließen­
den Klappen realisiert werden:
– PU-Klappen eignen sich hier besonders,
da sie niedrige Schließ- und Leckverluste
aufweisen.
– Bei hohen Druckgradienten über der ge­
schlossenen Klappe schließen PU-Klappen
zunehmend dichter, so daß die Leckverlu­
ste im Vergleich mit mechanischen Kipp­
scheibenklappen weniger zunehmen.
– Ein weiterer, hier nicht diskutierter Vor­
teil ist, daß die gesamte Blutkontaktfläche
aus dem gleichen PU-Material besteht, so
daß eine antithrombogene Oberflächenbe­
schichtung (Carmeda) möglich ist.
Strömungsgeschwindigkeit
und Druckverluste
Bedingt durch die anatomischen Verhält­
nisse bei Neugeborenen und Kleinkindern
ist eine extrem englumige Kanülierung
(venös ca. 12-18 F, arteriell ca. 10-16 F)
notwendig. Die Innendurchmesser von 2,5
mm bis 5,5 mm führen zu Strömungsspit­
zengeschwindigkeiten in der pulsatilen
Strömung von bis zu 8 m/s. Diese bewirken
hohe Druckverluste, darüber hinaus wird
das Blut durch die
auftretenden Scher­
kräfte stark belastet.
Ein elastisches Zu­
flußreservoir kann
die Pulsatilität der
venösen Strömung
und damit die maxi­
malen Strömungsge­
schwindigkeiten er­
heblich verringern.
Um das dynamische
Verhalten von Pum­
pen mit und ohne Zu­
flußreservoir zu un­
tersuchen, wurden
kleine Blutpumpen
mit Schlagvolumen
von ca. 6 ml mit unterschiedlich großen
venösen Zuflußreservoiren verschiedener
Steifigkeiten hergestellt. Es wurden Strö­
mungsuntersuchungen mit einem Meßauf­
bau durchgeführt, an dem sich flußunab­
hängige konstante Füllungs- und Gegen­
drücke einstellen lassen. Im skizzierten
Meßaufbau (Abb. 3) entspricht der Gegen­
druck dem hydrostatischen Druck der
Flüssigkeitssäule im Überlaufgefäß. Ge­
messen werden zusätzlich der pneumati­
sche Antriebsdruck und der pulsatile Zu­
fluß und Abfluß. Um passive Flußanteile
aufgrund der Trägheit der Flüssigkeitssäu­
len in den Anschlußkanülen bestimmen zu
können, wurden die Klappenbewegungs­
signale aufgezeichnet. So lassen sich die
genauen Öffnungs- und Schließzeiten fest­
stellen. Als Antrieb für die Untersuchun­
gen wurde ein elektropneumatischer An­
trieb AEG-EPA/BPB mit besonders hoher
Leistung verwendet. Der Vorteil gegenüber
schaltpneumatischen Antrieben (z. B.
IABP-Konsole), deren Leistungsparameter
ebenfalls in dieser Größenordnung liegen
können, liegt in der definierten pneumati­
schen Pulskurve, da der AEG-Antrieb über
eine Druckregelung verfügt. Dies ist für
experimentelle Untersuchungen von Be­
deutung, um reproduzierbare Ergebnisse
zu erhalten.
Charakterisiert werden können die Pum­
pen mit unterschiedlichen Zuflußreservoi­
ren durch ihre statischen Druck-Volumen-
Kennlinien. Abb. 4 zeigt die Kennlinien ei­
ner Pumpe ohne Zuflußreservoir (PI) und
Pumpen mit kleinem (10 ml) und großem
(18 ml) Reservoir mit jeweils 2 Steifigkei­
ten („hart“ [h]: P2, P5 und „weich“ [w]:
P3, P4). Das Schlagvolumen aller Pumpen
liegt bei 6-6,6 ml (ohne Membranüberdeh­
nung), abzulesen im Bereich des waage­
rechten Verlaufs der Kennlinien im 1. Qua­
dranten. Die geringen Unterschiede der
8
KARDIOTECHN1K 2/95

Die moderne KHK-Therapie
…wie gut, daß es Dilzem gibt
Dilzem*‘ I 20 retard • Wirkstoff: Diltiazemhydrochlorid.
Zusammensetzung: I Retardtablette enthält 120 mg Dil­
tiazem-HCl. Hilfsstoffe: Carmellose-Natrium, Dimeticon-Si-
liciumdioxid, Lactose I H2O, Macrogol 6000, Magnesium-
stearat, Methylhydroxypropylcellulose, hydriertes Rizinus­
öl, Stearinpalmitinsäure, Talkum, Farbstoff E 171. Anwen­
dungsgebiete: KHK: chronisch stabile Angina pectoris (Be­
lastungsangina); instabile Angina pectoris (Crescendo-Angi­
na, Ruheangina) einschließlich der vasospastischen Angina
pectoris (Prinzmetal-Angina, Variant-Angina). Hypertonie.
Gegenanzeigen: AV/SA-Block II. oder III. Grades; Sinus­
knotensyndrom; Schock; akuter Herzinfarkt mit Bradykar­
die, ausgeprägter Hypotonie und Linksherzinsuffizienz;
manifeste Herzinsuffizienz; Vorhofflimmern/-flattern mit
gleichzeitigem WPW-Syndrom; Bradykardie; Überempfind­
lichkeit; i.v. Gabe von Betablockern; Schwangerschaft und
Stillzeit. Vorsicht bei AV/SA-Block I. Grades, intraventriku­
lären Erregungsleitungsstörungen; Hypotonie; älteren Pati­
enten; Patienten mit Leber- und/oder schweren Nierenfunk­
tionsstörungen; gleichzeitiger oraler Therapie mit Betablok-
kern. Nebenwirkungen: Gelegentlich Kopfschmerzen,
Müdigkeit, Schwindel, Schwächegefühl; Knöchel- bzw. Bein­
ödeme; Erythema exsudativum multiforme, Lymphadenopa-
thie, Eosinophilie. Selten Magen-Darm-Beschwerden; Anstieg
der Leberenzyme und alkalischen Phosphatase (akute Leber­
schädigung). In Einzelfällen (besonders bei höherer Dosie­
rung und/oder entspr. kardialer Vorschädigung) Bradykar­
die, SA/AV-Block, stärkerer Blutdruckabfall, Herzklopfen,
Synkopen, Herzinsuffizienz. Selten Schlaflosigkeit, Halluzina­
tionen, depressive Verstimmungszustände. In Einzelfällen Po-
Die wichtigen
Unterschiede bleiben
tenzstörungen. Sehr selten (bei Langzeitanwendung) Gingi­
vahyperplasie. In Einzelfällen Hyperglykämie (Diabetiker!).
Hinweise: Regelmäßige ärztliche Kontrolle angezeigt. Fä­
higke