ECMO zur Behandlung der kindlichen Kardiomyopathie
Ein 14 Monate altes Kleinkind wurde wegen eines Linksherzversagens mit plötzlichem Herzstillstand und anschließender Reanimation an eine veno-arterielle ECMO angeschlossen. Als Ursache wurde eine dilatative Kardiomyopathie aufgrund akuter viraler Myokarditis diagnostiziert. Nach sechs Tagen bildete sich unter der ECMO die linksventrikuläre Dilatation nahezu vollständig zurück.
Kinderherzchirurgie: CO2-Zugabe zur Steuerung des pulmonalen Widerstands
Bei kongenitalen Herzfehlern mit einer ’single ventricle physiology‘ wie dem hypoplastischen Linksherzsyndrom ist nach palliativem Eingriff der systemische und pulmonale Kreislauf durch einen Shunt miteinander verbunden. Um eine Überflutung der Lunge zu vermeiden, kann durch direkte Zugabe von CO2 in den Respirationstrakt der pulmonale Widerstand angehoben und so ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen pulmonaler und systemischer Perfusion erreicht werden.
Kinderherzchirurgie: Hypoplastisches Linksherzsyndrom (HLHS)
Das hypoplastische Linksherzsyndrom ist mit 8 % die vierthäufigste kongenitale Herzerkrankung. Neugeborene mit einem hypoplastischen Linksherzsyndrom haben nur einen effektiv pumpenden Ventrikel und sind von einem offenen Ductus Botalli abhängig, um eine systemische Zirkulation aufrecht zu erhalten. Unbehandelt führt dieser Herzfehler innerhalb von Tagen oder Wochen zum Tode.