Kardioplegie, Blutkardioplegie und die Histopathologie von Myokardbiopsien
Durch die kardioplegische Lösung nach Bretschneider, die durch Verwendung des organischen Puffers Histidin/Histidin-HCl (Custodiol) einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung getan hat, konnte die Ischämiezeit um den Faktor 3 bis 5 verlängert werden. Neben der Bretschneider-Lösung steht seit einiger Zeit eine von Buckberg als Blutkardioplegie konzipierte Lösung zur Verfügung. Bei allen angewendeten Verfahren ist jedoch der Erfolg eines herzchirurgischen Eingriffes nicht nur von der Qualität der eingesetzten Lösung abhängig, sondern auch von der Art und Ausprägung der Vorschäden des Herzens.
Intraoperative Anwendung der Bretschneider-Methode
Eine optimierte Myokardprotektion mit dem Bretschneider-Verfahren setzt eine korrekte Anwendung der Histidin-gepufferten Lösung (Custodiol®) voraus. Dazu ist eine hochvolumige Perfusion über ca. 8 Minuten mit der 6-8 °C kalten Lösung erforderlich. Der Perfusionsdruck soll nach Erreichen des kompletten Herzstillstandes bei 40 mmHg, bei vorliegenden Koronarstenosen bei 50 mmHg liegen.
Einfluß der Hypothermie auf den Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalt
Analyse der physiologischen Auswirkungen der Hypothermie auf den Elektrolyt- und Säure-Basen-Haushalt während extrakorporaler Zirkulation. Darstellung der Veränderungen und therapeutischen Konsequenzen bei unterschiedlichen Temperaturniveaus.