Praxisbezogene Datenverarbeitung in der Kardiotechnik – Anforderung und Realisierung

Der vorliegende Artikel zeigt die theoretische und praktische Verwirklichung eines Datenverarbeitungssystems in der Kardiotechnik. Die Anforderungen seitens des Kardiotechnikers, die historische Entwicklung und Verwirklichung der Hardware sowie die konzeptionelle Grundlage für die Software eines Clinical Information Systems (CIS) werden dargestellt. Die Umsetzung aller Anforderungen wird an einem Beispiel aus der Praxis erläutert.

Linksventrikuläre Kreislaufunterstützung bei einem 7 Tage alten Neugeborenen unter Einsatz einer Zentrifugalpumpe

Im Mai 1992 wurde an der Klinik für Herz-,Thorax-und Gefäßchirurgie die extrakorporale Kreislaufassistenz bei einem 7 Tage alten und 3200 g schweren Säugling mit therapierefraktärem Postkardiotomie-Low-output-Syndrom erfolgreich eingesetzt. Die Kreislaufunterstützung erfolgte nach anatomischer Korrektur einer d-TGA wegen anhaltendem linksventrikulären Funktionsverlust nach mehrfach erfolglosen Entwöhnungsversuchen von der HLM.

Intraoperative Anwendung der Bretschneider-Methode

Eine optimierte Myokardprotektion mit dem Bretschneider-Verfahren setzt eine korrekte Anwendung der Histidin-gepufferten Lösung (Custodiol®) voraus. Dazu ist eine hochvolumige Perfusion über ca. 8 Minuten mit der 6-8 °C kalten Lösung erforderlich. Der Perfusionsdruck soll nach Erreichen des kompletten Herzstillstandes bei 40 mmHg, bei vorliegenden Koronarstenosen bei 50 mmHg liegen.