Vereinfachte Anwendung einer Säuglings-ECMO nach herzchirurgischen Eingriffen

Die extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) ist eine etablierte Therapieoption bei Säuglingen mit schwerem Herz- oder Lungenversagen. Nach herzchirurgischen Eingriffen kann eine vereinfachte Anwendung der ECMO-Technik bei kritischen Situationen lebensrettend sein. Die technischen Aspekte und klinischen Erfahrungen werden dargestellt.

ECMO zur Behandlung der kindlichen Kardiomyopathie

Ein 14 Monate altes Kleinkind wurde wegen eines Linksherzversagens mit plötzlichem Herzstillstand und anschließender Reanimation an eine veno-arterielle ECMO angeschlossen. Als Ursache wurde eine dilatative Kardiomyopathie aufgrund akuter viraler Myokarditis diagnostiziert. Nach sechs Tagen bildete sich unter der ECMO die linksventrikuläre Dilatation nahezu vollständig zurück.

Extrakorporale Membranoxygenation nach Kinderherzchirurgie

Von September 1991 bis September 1994 wurden im Deutschen Herzzentrum Berlin 26 Patienten der Extrakorporalen Membranoxygenation (ECMO-Behandlung) unterzogen. Sechs Patienten überlebten (23 %). Die Patienten wurden in zwei Gruppen unterteilt: Gruppe I (N=19) – Beginn der ECMO-Therapie im Operationssaal und Gruppe II (N=7) – sekundärer Therapiebeginn nach einem Intervall mit konventioneller Intensivtherapie auf Intensivstation.

Vergleichende In-vitro-Studie zwischen Rollen- und Zentrifugalpumpe unter Bedingungen der Säuglings-ECMO

Um eine Aussage über den Grad der durch die mechanische Beanspruchung durch Blutpumpen verursachten Erythrozytenschädigung zu machen, haben wir zwei verschiedene Pumpentypen untersucht. In einem In-vitro-Versuch von 24 Stunden haben wir die Rollenpumpe der Firma Stöckert mit der Zentrifugalpumpe (mit dem Pumpenkopf BP-50) der Firma Medtronic Bio-Medicus verglichen. Als Maß der Schädigung galt die Hämolyse des Blutes, die sich aus dem freien Hämoglobin im Plasma (fHb) ergab.