Myokardprotektion bei komplexen Aorteneingriffen

Komplexe Eingriffe an der Aorta erfordern oft verlängerte Ischämiezeiten und spezielle Perfusionsstrategien. Die optimale Myokardprotektion ist entscheidend für das operative Ergebnis. Verschiedene Techniken der Kardioplegie und des Myokardschutzes werden diskutiert und deren Vor- und Nachteile dargestellt.

Blutkardioplegie ist nicht gleich Blutkardioplegie: Unterschiede in der Myokardprotektion

Blutkardioplegie (BCP) als eine sichere und effektive Methode zur Herbeiführung eines Herzstillstandes bei Herzoperationen kann auch die metabolischen Anforderungen des Myokards während dieser Phase decken. Ziel unserer Studie war es, die Buckberg-Kardioplegie mit der in unserer Klinik gebräuchlichen Bochum-BCP zu vergleichen. Bei 41 Bypassoperations-Patienten wurden strukturelle und metabolische Unterschiede durch Herzbiopsien, pH- und Laktat-Messungen im Koronarsinusblut sowie Sauerstoffaufnahme-Berechnungen untersucht.

Kardioplegie, Blutkardioplegie und die Histopathologie von Myokardbiopsien

Durch die kardioplegische Lösung nach Bretschneider, die durch Verwendung des organischen Puffers Histidin/Histidin-HCl (Custodiol) einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung getan hat, konnte die Ischämiezeit um den Faktor 3 bis 5 verlängert werden. Neben der Bretschneider-Lösung steht seit einiger Zeit eine von Buckberg als Blutkardioplegie konzipierte Lösung zur Verfügung. Bei allen angewendeten Verfahren ist jedoch der Erfolg eines herzchirurgischen Eingriffes nicht nur von der Qualität der eingesetzten Lösung abhängig, sondern auch von der Art und Ausprägung der Vorschäden des Herzens.

Die Verteilung kardioplegischer Lösungen im menschlichen Myokard

Die Verteilung kardioplegischer Lösungen im menschlichen Myokard
Th. Hohlfeld, H. Dalichau, W. Hügel, W. Isselhard ………………………….. 54
Probleme während der klinischen Erprobung software-gesteuerter
Herzschrittmacher — Datenanalyse und Daten korrektur über Modem
M. Zegelmann, J. Kreuzer ………………………………………………………….. 58
Bericht über das 3. nordrhein-westfälische Kardiotechniker
Roundtable-Gespräch in Dortmund vom 14.11.-15.11.1986
G. Lutz, H.

Myokardprotektion mit Kardioplegie bei Koronarpatienten

Untersuchung verschiedener Kardioplegielösungen und -techniken zur Myokardprotektion bei koronarchirurgischen Eingriffen. Vergleich der Wirksamkeit und Sicherheit unterschiedlicher Kardioplegieverfahren zum Schutz des Herzmuskels während der Operation.

Die Aufgaben des Kardiotechnikers bei der Herztransplantation

Seit Juli 1983 wurde an der Medizinischen Hochschule Hannover ein Herztransplantationsprogramm begonnen. Bis März 1985 wurden 45 Transplantationen bei 43 Patienten durchgeführt. Für die Kardiotechniker ergeben sich dabei technische und organisatorische Neuerungen, da die reibungslose Abwicklung der Organentnahme und gleichzeitigen Vorbereitung der Empfängeroperation von großer Bedeutung für eine möglichst kurze Ischämiezeit des Spenderorgans ist.

Myokardprotektion in der koronären Bypasschirurgie

Die Methoden der Myokardprotektion in der aorto-koronaren Bypasschirurgie sind so sicher und effektiv geworden, dass eine nahezu vollständige Wiederherstellung der Myokardfunktionen nach Herzstillstand und extrakorporaler Zirkulation erfolgt. Bei 443 konsekutiven Patienten zeigten 86% eine sofortige spontane Wiederherstellung des Sinusrhythmus, 10% mussten mittels Elektroschock behandelt werden, 11,3% benötigten pharmakologische Kreislaufunterstützung länger als 6 Stunden postoperativ. Die Operationsmortalität betrug 1,35%.