Neuropsychologische Veränderungen nach ACVB-Operationen

Extrakorporale Zirkulation verursacht durch Induktion von Gerinnungsstörungen, thrombofibrinöse und gasförmige Mikroembolien und systemische Entzündungsprozesse eine Hirnschädigung. Durch operations- und kardiotechnische Verbesserungen sind ischämische Insulte und schwere Psychosen selten geworden. Leichtere Schädigungen als Parameter der Qualitätssicherung lassen sich nur durch Messung intraoperativ erworbener Hirnleistungsstörungen mit neuropsychologischen Tests erfassen.

Myokardprotektion in der koronären Bypasschirurgie

Die Methoden der Myokardprotektion in der aorto-koronaren Bypasschirurgie sind so sicher und effektiv geworden, dass eine nahezu vollständige Wiederherstellung der Myokardfunktionen nach Herzstillstand und extrakorporaler Zirkulation erfolgt. Bei 443 konsekutiven Patienten zeigten 86% eine sofortige spontane Wiederherstellung des Sinusrhythmus, 10% mussten mittels Elektroschock behandelt werden, 11,3% benötigten pharmakologische Kreislaufunterstützung länger als 6 Stunden postoperativ. Die Operationsmortalität betrug 1,35%.