Myokardprotektion bei komplexen Aorteneingriffen

Komplexe Eingriffe an der Aorta erfordern oft verlängerte Ischämiezeiten und spezielle Perfusionsstrategien. Die optimale Myokardprotektion ist entscheidend für das operative Ergebnis. Verschiedene Techniken der Kardioplegie und des Myokardschutzes werden diskutiert und deren Vor- und Nachteile dargestellt.

Blutkardioplegie ist nicht gleich Blutkardioplegie: Unterschiede in der Myokardprotektion

Blutkardioplegie (BCP) als eine sichere und effektive Methode zur Herbeiführung eines Herzstillstandes bei Herzoperationen kann auch die metabolischen Anforderungen des Myokards während dieser Phase decken. Ziel unserer Studie war es, die Buckberg-Kardioplegie mit der in unserer Klinik gebräuchlichen Bochum-BCP zu vergleichen. Bei 41 Bypassoperations-Patienten wurden strukturelle und metabolische Unterschiede durch Herzbiopsien, pH- und Laktat-Messungen im Koronarsinusblut sowie Sauerstoffaufnahme-Berechnungen untersucht.

Therapie bei Notfallpatienten – Myokardprotektion mit Blutkardioplegie

Im Herzzentrum Frankfurt werden zwei Kardioplegieverfahren angewendet. Nach der klinikinternen Indikationsstellung kommt bei Notfall- und Hochrisikopatienten die Blutkardioplegie nach Buckberg zum Einsatz. In der vorliegenden Studie werden prä-, intra- und postoperative Ergebnisse von 158 Notfall- und Risikopatienten dargestellt.

Kardioplegie, Blutkardioplegie und die Histopathologie von Myokardbiopsien

Durch die kardioplegische Lösung nach Bretschneider, die durch Verwendung des organischen Puffers Histidin/Histidin-HCl (Custodiol) einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung getan hat, konnte die Ischämiezeit um den Faktor 3 bis 5 verlängert werden. Neben der Bretschneider-Lösung steht seit einiger Zeit eine von Buckberg als Blutkardioplegie konzipierte Lösung zur Verfügung. Bei allen angewendeten Verfahren ist jedoch der Erfolg eines herzchirurgischen Eingriffes nicht nur von der Qualität der eingesetzten Lösung abhängig, sondern auch von der Art und Ausprägung der Vorschäden des Herzens.

Intraoperative Anwendung der Bretschneider-Methode

Eine optimierte Myokardprotektion mit dem Bretschneider-Verfahren setzt eine korrekte Anwendung der Histidin-gepufferten Lösung (Custodiol®) voraus. Dazu ist eine hochvolumige Perfusion über ca. 8 Minuten mit der 6-8 °C kalten Lösung erforderlich. Der Perfusionsdruck soll nach Erreichen des kompletten Herzstillstandes bei 40 mmHg, bei vorliegenden Koronarstenosen bei 50 mmHg liegen.

Erste Erfahrungen mit Blutcardioplegie nach Buckberg

Der Artikel beschreibt erste klinische Erfahrungen mit der Blutcardioplegie nach Buckberg. Die Autoren berichten über die praktische Anwendung dieser Technik zur Myokardprotektion während herzchirurgischer Eingriffe und evaluieren deren Wirksamkeit und Sicherheit.