Myokardprotektion mit Kardioplegie bei Koronarpatienten

Untersuchung verschiedener Kardioplegielösungen und -techniken zur Myokardprotektion bei koronarchirurgischen Eingriffen. Vergleich der Wirksamkeit und Sicherheit unterschiedlicher Kardioplegieverfahren zum Schutz des Herzmuskels während der Operation.

Myokardprotektion in der koronären Bypasschirurgie

Die Methoden der Myokardprotektion in der aorto-koronaren Bypasschirurgie sind so sicher und effektiv geworden, dass eine nahezu vollständige Wiederherstellung der Myokardfunktionen nach Herzstillstand und extrakorporaler Zirkulation erfolgt. Bei 443 konsekutiven Patienten zeigten 86% eine sofortige spontane Wiederherstellung des Sinusrhythmus, 10% mussten mittels Elektroschock behandelt werden, 11,3% benötigten pharmakologische Kreislaufunterstützung länger als 6 Stunden postoperativ. Die Operationsmortalität betrug 1,35%.

Herzrhythmusstörungen bei Mialvitien vor und nach Bretschneider-Kardioplegie – Eine prospektive, randomisierte Studie

Eine retrospektive Untersuchung nach Aortenklappenersatz zeigte eine signifikant höhere Inzidenz postoperativer Arrhythmien bei Verwendung der Histidin-Tryptophan gepufferten kardioplegischen Lösung nach Bretschneider im Vergleich zur kontinuierlichen Koronarperfusion. Zur Bestätigung wurde eine prospektive, randomisierte klinische Studie mit 90 Patienten mit erworbenen Mitralklappenfehlern durchgeführt. Die Untersuchung mittels Holter-Monitoring über 24 Stunden präoperativ und 72 Stunden postoperativ ergab keine signifikanten Unterschiede zwischen drei Gruppen der Myokardprotektion.

Extrakorporale Zirkulation – Entwicklung und heutiger Stand

Die Arbeit behandelt die Verbesserung der Qualität der künstlichen Ganzkörperdurchströmung und die Verbesserung der Perfusion der terminalen Strombahn mit adäquater Sauerstoffversorgung. Es werden verschiedene Faktoren besprochen, die zur Verwirklichung einer idealen Perfusion beitragen, einschließlich Perfusion mit großen Pumpzeitvolumina, Verdünnungsperfusion und Verbesserung der Pumpoxygenatoren.

Myokardprotektion – ischämischer Herzstillstand

Myokardprotektion ist Schutz des Herzmuskels vor operativ bedingten Schäden. Die Schäden können mannigfaltiger Natur sein. Es sollen hier die Schäden ausgeschlossen werden, die nur Teile des Herzmuskels betreffen, z. B. durch direkte Gewalteinwirkung, wie Druck, Zug und Quetschung und der Schutz des Myokards vor Schäden beschrieben werden, die den gesamten Herzmuskel betreffen. Solche Schäden entstehen in erster Linie im Zusammenhang mit mangelhafter oder ganz aufgehobener Blutversorgung des Myokards.