Die Einführung von Robotern in der minimal-invasiven Herzchirurgie

Unter roboterassistierter Herzchirurgie verstehen wir heute die hochtechnisierte Form minimal-invasiver Operationsverfahren. Mit fortschreitender Minimalisierung unserer Zugangswege zum Herzen werden der chirurgischen Hand zunehmend Grenzen gesetzt. Seit 1998 sind Telemanipulatorsysteme für die Herzchirurgie verfügbar. Die Computerunterstützung kompensiert die Nachteile handgeführter endoskopischer Instrumentation durch eine Erhöhung der intrathorakalen Freiheitsgrade und mechanische Entkopplung von Hand und Instrument.

Problemfall: abnormaler Druckgradient über dem Membranoxygenator – Häufigkeit und mögliche Ursachen

Das Auftreten eines abnormalen Druckgradienten (APG) über dem Membranoxygenator ist ein ernster Zwischenfall während der EKZ; er kann durch multiple Ursachen hervorgerufen werden. In einer retrospektiven Analyse wurde bei 4954 Perfusionen die Inzidenz einer APG-Entstehung gemessen. Bei MOs mit unbehandelter Membranoberfläche wurde bei 107 Perfusionen ein APG-Ereignis gemessen (4,6%), bei oberflächenbehandelten Oxygenatoren war nur in einem Fall ein MO-Austausch notwendig.

Octopus-Koronarrevaskularisation ohne extrakorporale Zirkulation

Die Koronarrevaskularisation ohne extrakorporale Zirkulation gewinnt zunehmend an Interesse, um die Probleme zu vermeiden, die mit der extrakorporalen Zirkulation verbunden sind. Von August 1997 bis Oktober 1998 wurden 60 Patienten nach der Octopus-Methode operiert. Das Octopus-Verfahren erwies sich als sichere Methode, da eine ausreichende Stabilität im Anastomosengebiet erreicht wird.

Blutkardioplegie ist nicht gleich Blutkardioplegie: Unterschiede in der Myokardprotektion

Blutkardioplegie (BCP) als eine sichere und effektive Methode zur Herbeiführung eines Herzstillstandes bei Herzoperationen kann auch die metabolischen Anforderungen des Myokards während dieser Phase decken. Ziel unserer Studie war es, die Buckberg-Kardioplegie mit der in unserer Klinik gebräuchlichen Bochum-BCP zu vergleichen. Bei 41 Bypassoperations-Patienten wurden strukturelle und metabolische Unterschiede durch Herzbiopsien, pH- und Laktat-Messungen im Koronarsinusblut sowie Sauerstoffaufnahme-Berechnungen untersucht.

Entwicklung eines modifizierten „Chandler-Loop-Systems“ zur Evaluierung der Biokompatibilität von ECC-Schläuchen

Schläuche, die zum Einsatz in extrakorporalen Kreislaufsystemen bestimmt sind, können aus verschiedenen Polymeren bestehen, die einer ständigen Optimierung bezüglich ihrer materialtechnischen Eigenschaften als auch der Hämokompatibilität unterzogen werden. Wir haben ein dynamisches In-vitro-Test-System entwickelt, das vergleichende Hämokompatibilitäts-Untersuchungen an Schlauchpolymeren ermöglicht.