Zentrifugalpumpen im Vergleich: hydraulische Leistung und Blutschädigung

Zentrifugale Blutpumpen finden zunehmend Verwendung in der extrakorporalen Zirkulation und zur Kreislaufassistenz. Gegenwärtig verfügbare Modelle unterscheiden sich konstruktiv besonders in der Gestaltung des Rotors und damit in der Wandlung von Antriebsenergie in Druck und Fluß. Die Auswahl einer Pumpe für jede Anwendung sollte sich auf numerische Daten zu Pumpleistung und Bluttrauma stützen. Ein Teststand für die vergleichende Untersuchung von Pumpen unter standardisierten Bedingungen wurde entwickelt.

Kinderherzchirurgie: Hypoplastisches Linksherzsyndrom (HLHS)

Das hypoplastische Linksherzsyndrom ist mit 8 % die vierthäufigste kongenitale Herzerkrankung. Neugeborene mit einem hypoplastischen Linksherzsyndrom haben nur einen effektiv pumpenden Ventrikel und sind von einem offenen Ductus Botalli abhängig, um eine systemische Zirkulation aufrecht zu erhalten. Unbehandelt führt dieser Herzfehler innerhalb von Tagen oder Wochen zum Tode.

Die Heparinbeschichtung der extrakorporalen Zirkulation reduziert zerebrale Mikroembolien und die postoperative Ödemneigung

Der Kontakt von Blut mit Fremdoberflächen aktiviert das Gerinnungssystem, das Fibrinolysesystem und das zelluläre wie humorale Abwehrsystem. Trotz Suppression dieser Systeme im extrakorporalen Bypass kommt es zur Mikrothrombenbidung und Mikroembolisation in Organen, die sich u.a. als zerebrale Schädigung mit neuropsychologischen Dysfunktionen manifestieren können. Die Studie untersuchte, ob bei verbesserter Biokompatibilität der EKZ-Systeme (Heparinbeschichtung nach dem Bioline-Verfahren) ein klinischer Vorteil gesehen werden kann.

Biologisierte Grenzschichten auf Titanimplantat-Oberflächen

Die an der Grenzfläche Implantatoberfläche/Umgebungsgewebe auftretenden Wechselwirkungen und deren Auswirkungen auf das biologische System des Implantatempfängers sind bisher nicht grundlegend verstanden. Ausgangspunkt für die Verbesserung der Biokompatibilität und -funktionalität von Implantatoberflächen durch deren ‚Biologisierung‘ ist die Nutzung körpereigener Substanzen – vorwiegend Proteine – zur Gestaltung von Grenzschichten mit an die lokale Gewebeumgebung angepaßten biologischen Eigenschaften.