Rekombinantes Hirudin zur Antikoagulation während extrakorporaler Zirkulation – Massive Nachblutung durch intraoperative Hämofiltration

Die heparininduzierte Thrombozytopenie (HIT) ist eine schwere Komplikation der Heparinanwendung. Wir stellen einen Fallbericht über einen Patienten mit einer Prothesenendokarditis und HIT II mit massiver postoperativer Blutung und erforderlicher Massentransfusion durch intraoperative Hämofiltration vor. Rekombinantes Hirudin hat sich mittlerweile zum Einsatz während der extrakorporalen Zirkulation klinisch bewährt; das Monitoring kann mittels der Ecarin Clotting Time (ECT) erfolgen.

Neuropsychologische Veränderungen nach ACVB-Operationen

Extrakorporale Zirkulation verursacht durch Induktion von Gerinnungsstörungen, thrombofibrinöse und gasförmige Mikroembolien und systemische Entzündungsprozesse eine Hirnschädigung. Durch operations- und kardiotechnische Verbesserungen sind ischämische Insulte und schwere Psychosen selten geworden. Leichtere Schädigungen als Parameter der Qualitätssicherung lassen sich nur durch Messung intraoperativ erworbener Hirnleistungsstörungen mit neuropsychologischen Tests erfassen.

Entwicklung eines modifizierten „Chandler-Loop-Systems“ zur Evaluierung der Biokompatibilität von ECC-Schläuchen

Schläuche, die zum Einsatz in extrakorporalen Kreislaufsystemen bestimmt sind, können aus verschiedenen Polymeren bestehen, die einer ständigen Optimierung bezüglich ihrer materialtechnischen Eigenschaften als auch der Hämokompatibilität unterzogen werden. Wir haben ein dynamisches In-vitro-Test-System entwickelt, das vergleichende Hämokompatibilitäts-Untersuchungen an Schlauchpolymeren ermöglicht.

Ein Rechnermodell einer Herz-Lungen-Maschine

Es wird heutzutage verstärkt versucht, den Betrieb von Herz-Lungen-Maschinen zu automatisieren. Dazu benötigen wir zunächst ein Modell der Herz-Lungen-Maschine, um einen Regler entwerfen zu können. Zunächst wird die Maschine beschrieben und in ihren einzelnen Komponenten modelliert. Die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Komponenten werden analysiert und zu einem Modell zusammengefasst.

Vereinfachte Anwendung einer Säuglings-ECMO nach herzchirurgischen Eingriffen

Die extrakorporale Membranoxygenierung (ECMO) ist eine etablierte Therapieoption bei Säuglingen mit schwerem Herz- oder Lungenversagen. Nach herzchirurgischen Eingriffen kann eine vereinfachte Anwendung der ECMO-Technik bei kritischen Situationen lebensrettend sein. Die technischen Aspekte und klinischen Erfahrungen werden dargestellt.

Kontrollierte Extremitäten-Reperfusion mit einem Druckbeutel-Perfusionssystem

Obwohl bei einer bestehenden Ischämie eines Organs oder einer Extremität die Reperfusion eine notwendige Voraussetzung für den Erhalt oder die Erholung der Funktion ist, kann die Reperfusion einen zusätzlichen Schaden verursachen. Wir haben nun das Verfahren der kontrollierten Reperfusion modifiziert, so daß es mit geringem technischen Aufwand und ohne den Einsatz einer Herz-Lungen-Maschine durchgeführt werden kann.

ECMO zur Behandlung der kindlichen Kardiomyopathie

Ein 14 Monate altes Kleinkind wurde wegen eines Linksherzversagens mit plötzlichem Herzstillstand und anschließender Reanimation an eine veno-arterielle ECMO angeschlossen. Als Ursache wurde eine dilatative Kardiomyopathie aufgrund akuter viraler Myokarditis diagnostiziert. Nach sechs Tagen bildete sich unter der ECMO die linksventrikuläre Dilatation nahezu vollständig zurück.