Handhabung und klinische Erfahrung mit dem SHILEY M-2000 Membranoxygenator

Es werden die Handhabung und klinischen Erfahrungen mit dem SHILEY M-2000 Membranoxygenator dargestellt. Dieser Oxygenator stellt eine wichtige technische Entwicklung für die Herz-Lungen-Maschinen-Technik dar und wird hinsichtlich seiner praktischen Anwendung und klinischen Ergebnisse evaluiert.

Die Aufgaben des Kardiotechnikers bei der Herztransplantation

Seit Juli 1983 wurde an der Medizinischen Hochschule Hannover ein Herztransplantationsprogramm begonnen. Bis März 1985 wurden 45 Transplantationen bei 43 Patienten durchgeführt. Für die Kardiotechniker ergeben sich dabei technische und organisatorische Neuerungen, da die reibungslose Abwicklung der Organentnahme und gleichzeitigen Vorbereitung der Empfängeroperation von großer Bedeutung für eine möglichst kurze Ischämiezeit des Spenderorgans ist.

Technische Möglichkeiten des extrakorporalen Umgehungskreislaufs bei Operationen an der thorakalen Aorta

Bei Operationen an der descendierenden thorakalen Aorta ist eine temporäre Unterbrechung des aortalen Blutflusses erforderlich. Die extrakorporale Bypass-Technik erwies sich als überlegen gegenüber aorto-aortalem oder subclaviärem Shunt, da sie präzisere Handhabung und Kontrolle ermöglicht. Es kann vorteilhaft sein, dem extrakorporalen Kreislauf einen Oxygenator hinzuzufügen, falls die CO2-Elimination durch die Patientenlunge unzureichend ist.

Myokardprotektion in der koronären Bypasschirurgie

Die Methoden der Myokardprotektion in der aorto-koronaren Bypasschirurgie sind so sicher und effektiv geworden, dass eine nahezu vollständige Wiederherstellung der Myokardfunktionen nach Herzstillstand und extrakorporaler Zirkulation erfolgt. Bei 443 konsekutiven Patienten zeigten 86% eine sofortige spontane Wiederherstellung des Sinusrhythmus, 10% mussten mittels Elektroschock behandelt werden, 11,3% benötigten pharmakologische Kreislaufunterstützung länger als 6 Stunden postoperativ. Die Operationsmortalität betrug 1,35%.

Erfahrungen mit Frequenz-adaptierten Schrittmacher-Systemen

Patienten mit VVI-Schrittmacher können ihr Herzzeitvolumen nur durch Vergrößerung des Schlagvolumens erhöhen. Bei schwerer Belastung oder myokardinsuffizienten Patienten ist eine HZV-Steigerung nur über Frequenzerhöhung möglich. Es besteht eine gute Korrelation zwischen Herz- und Atemfrequenz. Bei 12 Patienten wurde der atemfrequenzabhängige Schrittmacher RDP 2 implantiert. Die Nachuntersuchung zeigte eine Herzzeitvolumen-Steigerung von etwa 25% gegenüber dem VVI-Modus.

Implantierbare automatische Kardioverter-Defibrillator-Systeme – Neue therapeutische Konzepte zur Behandlung von therapierefraktären Kammertachykardien bzw. Kammerflimmern

Patienten mit koronarer Herzkrankheit und medikamentös therapierefraktären ventrikulären Tachyarrhythmien sind besonders durch den plötzlichen Herztod bedroht. Bei sorgfältig selektionierten Patienten können implantierbare Kardioversions-Defibrillations-Systeme die Langzeitprognose erheblich verbessern. Es werden die technischen und funktionellen Eigenschaften beider Systeme zur Kardioversion-Defibrillation sowie das Implantationsverfahren und erste klinische Ergebnisse beschrieben.

Herzrhythmusstörungen bei Mialvitien vor und nach Bretschneider-Kardioplegie – Eine prospektive, randomisierte Studie

Eine retrospektive Untersuchung nach Aortenklappenersatz zeigte eine signifikant höhere Inzidenz postoperativer Arrhythmien bei Verwendung der Histidin-Tryptophan gepufferten kardioplegischen Lösung nach Bretschneider im Vergleich zur kontinuierlichen Koronarperfusion. Zur Bestätigung wurde eine prospektive, randomisierte klinische Studie mit 90 Patienten mit erworbenen Mitralklappenfehlern durchgeführt. Die Untersuchung mittels Holter-Monitoring über 24 Stunden präoperativ und 72 Stunden postoperativ ergab keine signifikanten Unterschiede zwischen drei Gruppen der Myokardprotektion.