Die extrakorporale Kohlendioxid-Elimination — eine Möglichkeit zur Behandlung des akuten Lungenversagens
Das Verfahren der extrakorporalen Kohlendioxid-Elimination (EC-CO2-E) wird als modifizierte Alternative zur ECMO vorgestellt. Durch präpulmonalen, veno-venösen extrakorporalen Gasaustausch und Vereinfachung des Perfusionsverfahrens soll die Lunge entlastet werden. Bei drei jungen Patienten wurde das Verfahren angewendet, wobei ein Patient erfolgreich behandelt werden konnte.
Arterieller Filter, ein neues Konzept
Ein neues Konzept für arterielle Filter in der extrakorporalen Zirkulation wird vorgestellt. Das Kaskadenfiltrationsprinzip ermöglicht durch Hintereinanderschalten von 2 Filtergeweben unterschiedlicher Porengröße kleine Filteroberflächen bei optimalen Filtrationseigenschaften.
Die Überwachung und Dokumentation der Maschinenperfusion durch Computersysteme
Die computergestützte Überwachung und Dokumentation von Parametern während der extrakorporalen Zirkulation wird dargestellt. Moderne Computersysteme ermöglichen eine kontinuierliche Aufzeichnung wichtiger Parameter während des kardiopulmonalen Bypass.
Handhabung und klinische Erfahrung mit dem SHILEY M-2000 Membranoxygenator
Es werden die Handhabung und klinischen Erfahrungen mit dem SHILEY M-2000 Membranoxygenator dargestellt. Dieser Oxygenator stellt eine wichtige technische Entwicklung für die Herz-Lungen-Maschinen-Technik dar und wird hinsichtlich seiner praktischen Anwendung und klinischen Ergebnisse evaluiert.
Temporäre Linksherzentlastung: Problematik und Stand heute
Die temporäre Linksherzentlastung ist seit der erfolgreichen klinischen Einführung der intraaortalen Ballonpumpe (IABP) durch Kantrowitz Realität geworden. Dieses System hat sich weltweit bewährt und durchgesetzt. Trotzdem ergibt sich immer wieder die Situation, daß trotz Einsatz der IABP eine ausreichende Unterstützung der Herzarbeit nicht möglich ist. Es werden weltweit Herzentlastungspumpen — sog. Ventricular-Assist-Devices — entwickelt, die u.a. eine temporär längere Unterstützung des Herzens ermöglichen.
Die Aufgaben des Kardiotechnikers bei der Herztransplantation
Seit Juli 1983 wurde an der Medizinischen Hochschule Hannover ein Herztransplantationsprogramm begonnen. Bis März 1985 wurden 45 Transplantationen bei 43 Patienten durchgeführt. Für die Kardiotechniker ergeben sich dabei technische und organisatorische Neuerungen, da die reibungslose Abwicklung der Organentnahme und gleichzeitigen Vorbereitung der Empfängeroperation von großer Bedeutung für eine möglichst kurze Ischämiezeit des Spenderorgans ist.
Technische Möglichkeiten des extrakorporalen Umgehungskreislaufs bei Operationen an der thorakalen Aorta
Bei Operationen an der descendierenden thorakalen Aorta ist eine temporäre Unterbrechung des aortalen Blutflusses erforderlich. Die extrakorporale Bypass-Technik erwies sich als überlegen gegenüber aorto-aortalem oder subclaviärem Shunt, da sie präzisere Handhabung und Kontrolle ermöglicht. Es kann vorteilhaft sein, dem extrakorporalen Kreislauf einen Oxygenator hinzuzufügen, falls die CO2-Elimination durch die Patientenlunge unzureichend ist.
Myokardprotektion in der koronären Bypasschirurgie
Die Methoden der Myokardprotektion in der aorto-koronaren Bypasschirurgie sind so sicher und effektiv geworden, dass eine nahezu vollständige Wiederherstellung der Myokardfunktionen nach Herzstillstand und extrakorporaler Zirkulation erfolgt. Bei 443 konsekutiven Patienten zeigten 86% eine sofortige spontane Wiederherstellung des Sinusrhythmus, 10% mussten mittels Elektroschock behandelt werden, 11,3% benötigten pharmakologische Kreislaufunterstützung länger als 6 Stunden postoperativ. Die Operationsmortalität betrug 1,35%.
Erfahrungen mit Frequenz-adaptierten Schrittmacher-Systemen
Patienten mit VVI-Schrittmacher können ihr Herzzeitvolumen nur durch Vergrößerung des Schlagvolumens erhöhen. Bei schwerer Belastung oder myokardinsuffizienten Patienten ist eine HZV-Steigerung nur über Frequenzerhöhung möglich. Es besteht eine gute Korrelation zwischen Herz- und Atemfrequenz. Bei 12 Patienten wurde der atemfrequenzabhängige Schrittmacher RDP 2 implantiert. Die Nachuntersuchung zeigte eine Herzzeitvolumen-Steigerung von etwa 25% gegenüber dem VVI-Modus.
Thrombembolische Komplikationen nach St. Jude – Klappenersatz
Thrombembolische Komplikationen nach St. Jude – Klappenersatz
M. E. Kaiser, D. Birnbaum, H. Keilbach, E. S. Bücheri…………………. 37
Pathophysiologische Grundlagen zur Narkoseführung bei
coronarkranken Patienten
U. Luckhaupt, E. Klaschik…………………………………………………………..40
Tiefkühlkonservierung von autologen Erythrozyten
und Frischplasma in der Herzchirurgie
K. Th. u. E. Schricker………………………………………………………………..